Trio haucht der Villa Clad Leben ein

Die öffentliche Hand fördert Sicherungsarbeiten am Objekt. Der neoklassizistische Bau soll wieder in vollem Glanz erstrahlen.

Reichenbach.

Für die Villa Clad in der Ackermannstraße 4 hat sich endlich ein Investor gefunden, der das Gebäude entwickeln will. Der erste Schritt, so machte Sven Hörning, Baufachbereichsleiter der Stadtverwaltung, aufmerksam, sind jetzt Sicherungsmaßnahmen.

Der Eigentümer des Anwesens, Hendrik Schäfer, der in Gotha geboren wurde und heute in Basel in der Schweiz wohnt, schwärmte jetzt in der Stadtratssitzung: "Das ist eines der schönsten Häuser in Reichenbach. 1886 im Stil des Neoklassizismus erbaut, besitzt es die ältesten Verbundfenster von Westsachsen und handgefertigte Stuckdecken. Ich habe mich in das Haus verliebt."

Damit das marode Haus wieder in vollem Glanz erstrahlen kann, sind jedoch immense Investitionen nötig. Für einen Käufer allein wäre das zu viel. Daher hat sich ein Trio zusammengefunden, das das Projekt stemmen will. Neben Hendrik Schäfer sind das Erik Schmidt, der auf der Insel Rügen geboren wurde und heute ebenfalls in Basel lebt, sowie der Reichenbacher Architekt Christian Suhr, der das Vorhaben schon seit zwei Jahren begleitet. Alle drei stellten sich im Stadtrat vor.

Der Stadtrat gab einstimmig grünes Licht für die Förderung der Sicherung von Dach und Gebäudetragwerk, Trockenlegung sowie Hausschwammsanierung. Dafür sollen aus dem Programm "Stadtumbau Ost" gut 447.000 Euro fließen. Neben der Sanierung von Schäden durch den Echten Hausschwamm sollen auch jene durch andere substanzbedrohende Holzschädlinge verursachten beseitigt werden. Fundamente und Mauerwerk werden trockengelegt sowie Decken und tragende Innen- und Außenwände statisch gesichert.

Innerhalb von fünf Jahren soll sich dann die Sanierung des Objektes anschließen. Geplant ist, auf zwei Etagen insgesamt vier exklusive Eigentumswohnungen mit jeweils rund 130 Quadratmetern Fläche zu schaffen. Dachgeschoss und Keller bleiben zunächst ungenutzt.

Stadtrat Thomas Höllrich (Linke) dankte für die Initiative und betonte: "Es ist tatsächlich das schönste Haus von Reichenbach." Bitex-Stadtrat Bernd Müller meinte: "Das tut der Stadt ungeheuer gut." CDU-Stadtrat Stephan Hösl freute sich, dass im Trio auch ein Reichenbacher dabei ist, und wünschte: "Viel Erfolg!"

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