Trockene Blätter

Legen sich die Wolken grau und schwer über das vom großen Sommer so erschöpfte Land, zieht Melancholie wie dicker Nebel durchs Gemüt. Zeit zum Atemschöpfen bleibt jedoch selten bei all der gegenwärtigen Unrast. Weiter, immer weiter - das Leben erscheint: "Wie ein Weg im Herbst: Kaum ist er rein gekehrt, bedeckt er sich wieder mit den trockenen Blättern." Franz Kafka, der berühmte Schriftsteller aus Prag und Autor schwermütiger Erzählungen und Romane, hinterließ diese Bemerkung, die Max Brod unter dem Titel "Betrachtungen über Sünde, Hoffnung, Leid und den wahren Weg" veröffentlichte. (lk)

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