Trotz Rotstift: Solbrigplatz soll ein Schmuckstück werden

Es bleibt nun doch beim großen Brunnen auf dem Areal in Reichenbachs Zentrum. Es sei denn, die Kosten explodieren erneut. Dann könnte alles anders werden.

Reichenbach.

Sparen ja - aber nicht über die Schmerzgrenze hinaus. Obwohl die Umgestaltung des Reichenbacher Solbrigplatzes rund eine halbe Million Euro weniger kosten soll als zuletzt veranschlagt, will die Stadt an den zentralen Gestaltungsideen nicht rütteln. "Wir wollen den Platz nicht kaputtsparen", betonte Hubert Greger am Montagabend. Als Abteilungsleiter für Hoch- und Tiefbau stellte er den Mitgliedern des Technischen Ausschusses die abgespeckten Pläne vor.

Weil die Kosten für den geplanten Umbau samt extravaganter Bushaltestelle, Brunnen, mächtigen Bäumen und Ringleuchte auf mehr als zwei Millionen Euro in die Höhe geschossen waren, hatte der Stadtrat im Juli die Notbremse gezogen. Nun soll es rund ein Viertel weniger werden. Den Löwenanteil bei den Einsparungen macht laut Bauamtsleiter Sven Hörning ein Belüftungssystem für die Wurzeln der Bäume aus. Dadurch könnten die ursprünglich geplanten teuren Metallkörbe um die Wurzeln entfallen. "Das macht zirka 200.000Euro aus", so Hörning. Außerdem werden die geplanten Platten aus Naturstein dünner. Statt - wie ursprünglich angedacht - 20 Zentimeter sollen es nun zwölf bis 15 Zentimeter sein. Doch an den entscheidenden Stellen soll nicht gespart werden. Dies betrifft zum Beispiel die Bushaltestelle. Es bleibt also bei der auffälligen Stahlbetonkonstruktion. "Im Zuge der Spardebatte hatten wir durchaus überlegt, ob es nicht auch eine Haltestelle von der Stange tut", sagte Hörning der "Freien Presse". Aber letztendlich sei man dann doch bei der extravaganten Variante geblieben.

Beim Brunnen war es ähnlich. Auch da habe man laut Hörning durchaus überlegt, ob man nicht lieber kleinere Brötchen backen sollte. Doch es bleibt nun bei der 50 Quadratmeter großen Variante mit acht Spritzdüsen, dank denen die Kinder planschen können.

Ist das alles jetzt so in Stein gemeißelt? Das will der Bauamtsleiter nicht versprechen. Er holt nun Angebote ein, und im Dezember soll der Stadtrat ein Unternehmen mit dem Bau beauftragen. Und wenn die Firmen - wie schon im Juli - viel mehr verlangen als gedacht? Hörning: "Dann muss der Brunnen vielleicht doch kleiner werden."

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