Umbau des Heizkraftwerks abgeschlossen

Für 1,6 Millionen Euro haben die Reichenbacher Stadtwerke die Anlage aufgerüstet. Ziel: das Netz zu stabilisieren.

Reichenbach.

Die Stadtwerke Reichenbach haben den Umbau ihres Heizkraftwerkes am Obermylauer Weg nach sechsmonatiger Bauzeit abgeschlossen. Ende dieses Monats soll vom Probe- auf den Dauerbetrieb geschaltet werden. Das hat Geschäftsführer Lars Lange jetzt auf Anfrage bestätigt. Dass das Ganze etwas länger brauchte, habe mit der komplizierten Leittechnik zu tun.

Für 1,6 Millionen Euro, inklusive aller Umbauten und Umrüstungen, wurde in der großen Halle ein zweites mit Biogas der Agrargenossenschaft aus Rotschau betriebenes Blockheizkraftwerk (BHKW) errichtet. Es erzeugt Wärme und Strom und soll zu mehr Stabilität im Stromnetz beitragen. Durch den wachsenden Anteil an Solarenergie und Windkraft - allein im Bereich der Stadtwerke Reichenbach erfolgen Einspeisungen im Wert von drei Millionen Euro pro Jahr - ergeben sich Schwankungen in der Netzfrequenz. Damit es keinen Blackout gibt, müssen die Netzbetreiber gegensteuern. "Für uns ist das der Einstieg in den Regelenergiemarkt", sagt Lange. Denn die Stadtwerke bekommen für ihren Anteil an der regelbaren, also an- und abschaltbaren Stromproduktion, eine Flexibilitätsprämie. Rund 100.000 Euro im Jahr. Um die Wärmeerzeugung zu optimieren, wurde ein weiterer Wärmespeicher installiert, die Speicher nach außen versetzt und der alte Schornstein durch einen neuen 21 Meter hohen mit Doppelzug ersetzt.

Beim Stadtwerketag am Obermylauer Weg, der für den 20. Juni geplant wird, können Interessenten unter anderem auch das umgebaute Heizkraftwerk besichtigen.


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