Umleitung sorgt für Kopfschütteln

Autofahrer müssen sich in Netzschkau gegenwärtig mit Straßensperrungen und Umleitungen arrangieren. Manches sehen Einheimische mit Verwunderung.

Netzschkau.

Die Stadt Netzschkau ist zurzeit von Umleitungen und Sperrungen geprägt. Am intensivsten wird dabei von Einwohnern über die Baustelle an der Elsterberger Straße diskutiert. Nach vielen Anträgen und mehrfacher Ablehnung durch die zuständige Verkehrsbehörde wird dort jetzt eine Fußgängerampel errichtet. Damit können Fußgänger gefahrlos in Richtung Nettomarkt oder zum Kindergarten "Märchenland" gehen.

Als im Januar 2016 eine Frau beim Überqueren der Straße von einem Auto erfasst und schwer verletzt wurde, kam die Debatte um eine fußgängerfreundliche Lösung wieder in Gang. Bis jetzt dauern die Vorbereitungen an. In der Zeit zwischen 29. Juli und 5. September haben Mitarbeiter des Netzschkauer Bauhofes Voraussetzungen auf den Fußwegen geschaffen, Markierungen angebracht und Pflastersteine neu verlegt. Zudem wurden sogenannte taktile Steine mit tastbaren Unebenheiten gesetzt. Die sind wichtig für die Orientierung von Blinden und Sehbehinderten, damit sie nicht versehentlich auf die Fahrbahn geraten. Am 9. September war Baubeginn für den Übergang. Bis zum 20. September wird mit Vollsperrung gebaut. Dann erfolgt die halbseitige Sperrung, jeweils auf der im Bau befindlichen Seite, die bis zum 18. Oktober dauern soll.

Da es sich um eine Staatsstraße handelt, ist das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) zuständig. Die ausgeschilderte Umleitung in Richtung Brockau, Greiz und Elsterberg sorgt zumindest bei Einheimischen für Kopfschütteln, da es in weniger als 50 Metern Entfernung die parallele Georgstraße gibt oder das Umfahren über die Siedlungsstraße möglich ist. Steffen Kölbel vom Netzschkauer Bauamt: "Bei der Sperrung einer Staatsstraße muss die Umleitung über eine Staatsstraße erfolgen. Die Verkehrsbehörde hatte also keine andere Wahl."

Der Ortsteil Lambzig ist mit Internet unterversorgt und kommt nun in den Genuss des Breitbandausbaus. Die Vorbereitungen dafür laufen, die großen Kabeltrommeln am Dorfteich weisen auf das Bauvorhaben hin. In den kommenden Wochen erfolgt dafür die Vollsperrung der Dorfstraße zwischen ehemaligem Gasthof und Ortseingang Mylau. Lambzig ist dann über die Dorfstraße aus Richtung S 299 (ehemals B 173) bis zur Wendeschleife am Dorfplatz zu befahren und aus Richtung Mylau bis zum Ortseingang. Der Bau sollte am 9. September beginnen. Allerdings arbeitet dort eine auswärtige Firma. Steffen Kölbel: "Es sind noch Abstimmungen notwendig, zum Beispiel für die Beschilderung. Das Unternehmen nimmt dafür leider keine Firma von hier, die sich auskennt, deshalb gibt es noch Klärungsbedarf."

Spätestens zum Jahresende soll die Verlegung des Glasfaserkabels bis in die Häuser abgeschlossen sein. Über besseres Internet können sich die Einwohner dann trotzdem noch nicht freuen, denn das hängt von der Zuschaltung durch die Telekommunikationsfirma ab. Ein Termin ist noch nicht bekannt.

In der Carolastraße sollte nach grundhaftem Ausbau der Frostschutz eingebracht werden. Da es zum ersten Termin stark regnete, wurde das verlegt. "Das Bauende am 8. November wird eingehalten", versicherte Kölbel. Planmäßig laufen die Arbeiten in Foschenroda, wo der grundhafte Ausbau inklusive Abwasserkanal bis zum 31. Dezember abgeschlossen werden soll.

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