Umweltbildner bereiten neue Saison vor

Im Oberlauterbacher Natur- und Umweltzentrum ruht derzeit der Betrieb. Ab Mitte Februar soll es dort wieder Veranstaltungen geben. Für dieses Jahr hat die Einrichtung viel vor.

Oberlauterbach.

Langeweile hat Antje Becker nicht. Im Gegenteil. Obwohl das Oberlauterbacher Natur- und Umweltzentrum (NUZ) seit November geschlossen ist, läuft der Betrieb hinter den Kulissen weiter. Und Mitte Februar eine neue Veranstaltungssaison an - wenn alles gut geht. Becker leitet die Umweltbildungseinrichtung des Kreises seit fast einem Jahr. Angesichts der damals noch jungen Corona-Pandemie bedeutete der Amtsantritt für sie in doppelter Hinsicht ein Sprung in unbekanntes Gewässer.

Antje Becker ist vorrangig für interne Abläufe zuständig: Betriebsführung, Personalangelegenheiten, Fördermittel-Beschaffung. "Ich komme aus dem kaufmännischen Bereich und habe viel neu organisiert", schaut sie auf ihr erstes Jahr als Frau an der NUZ-Spitze zurück. "Da hatte ich gut zu tun." Jetzt hofft sie, dass sich die Einrichtung am 14. Februar wieder nach außen öffnen kann. Geplant ist Korbflechten als Ferienangebot. Auch für die verlängerten Osterferien werden Angebote vorbereitet: vom rustikalen Basteln in der Holzwerkstatt bis zu filigranem Gestalten mit Naturmaterialien und einem Kindernähkurs.

Auch viele traditionelle größere Veranstaltungen stehen im Terminkalender. Am 17. November etwa der nächste Vortrag zum Thema "Verschwundenes Vogtland". Er sei jedes Mal gut besucht gewesen, so die Hausherrin. Gleiches berichtet sie von Imkerkursen. Ende Februar beginnt dort die Theorie. Hunderte Besucher verzeichnet das Umweltzentrum regelmäßig zur Gartenfaszination am 1. Mai. "Das ist unser erstes großes Fest dieses Jahr", sagt Antje Becker. Zwei Wochen später und am Tag der Deutschen Einheit Anfang Oktober stehen wie üblich zwei Gutshoffeste ins Haus. Zwischendrin hat Oberlauterbach Geburtstag. "Zur 600-Jahr-Feier am 19. und 20. Juni werden wir uns mit einbringen", kündigt Becker an. Schließlich soll die Sause nebenan im Park stattfinden. Der Kreative Martinsmarkt kurz vor Adventsbeginn musste voriges Jahr ausfallen.

Mit Ausnahme der weniger gut gebuchten Naturherberge stellt Antje Becker dem Sommer und Herbst 2020 ein positives Zeugnis aus. "Da ist es ganz gut gelaufen. Für unser Programm ´Natur zum Anfassen waren auch noch mal Schulklassen hier", erzählt sie. "Wegen der Hygieneauflagen war alles ein bissel anstrengender. Wir mussten in große Räume gehen, viel saubermachen und desinfizieren." Deutlich einfacher gestaltete sich das Prozedere für eine spezielle Veranstaltungsart: Bei Tierspuren- und Fledermauswanderungen führen Fachleute mehrmals pro Jahr Interessenten in kleinen Gruppen durch nähere Umgebung.

Bei der Mitarbeiterzahl musste der Vogtlandkreis den Rotstift nicht ansetzen. "Wir hatten sowieso fünf Arbeitsverträge, die ausgelaufen sind", erklärt Antje Becker. Für einige der insgesamt 14 Mitarbeiter war jedoch Kurzarbeit angesagt.

www.nuz-vogtland.de

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