Verein will Kulturhaus in Coschütz beleben

Einmal im Jahr sollen Kulturveranstaltungen im Saal stattfinden

Coschütz.

Geht es nach den Vorstellungen des Vorsitzenden des örtlichen Kultur- und Heimatvereins, Thomas Müller, soll der große Saal des Coschützer Kulturhauses einmal jährlich für eine größere Kulturveranstaltung unter der Regie des Vereins genutzt werden. Das haben sich die Mitglieder fest vorgenommen. Sie wissen, dass sie etwas Besonderes zu bieten haben. Säle dieser Art mit großzügiger Bühne findet man kaum noch in der Region.

Als sich jüngst Travestie-Künstler "Gina" in seinem Show-Finale im Saal des Kulturhauses feiern ließ, gab es auch von Renate Wolf kräftigen Beifall. "Unsere Erwartungen wurden übertroffen", freute sich die Coschützerin, die Mitglied im Kultur- und Heimatverein ist. Ihre Mitstreiter Gabriele und Manfred Hentschel hatten die Veranstaltung organisiert. Rund 100 Gäste hatten während des Programms an den Tischen ihren Spaß.

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Vor vier Jahren gab es dort die vorerst letzte Veranstaltung, die der 2010 gegründete Verein auf die Beine stellte, berichtete Renate Wolf. Sie kennt sich mit der Geschichte ihres Heimatortes bestens aus. "Wir haben damals im Saal eine Ausstellung über Coschütz von der Ersterwähnung 1495 bis 1945 präsentiert." Eine weitere historische Dokumentation vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis in die Neuzeit sei geplant. Da käme dann auch das in den 1950er Jahren erbaute Kulturhaus ins Spiel. Entstanden ist es in unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden über das "Nationale Aufbauwerk" (NAW). "Dass es überhaupt gebaut wurde, ist dem damaligen Bürgermeister Helmut Börner zu verdanken", so Wolf. Das Gebäude inklusive einer Gaststätte ist in einem sehr guten Zustand. Das freut auch die mit ihrer Heimat verwurzelte Coschützerin. "Seit 1988 steht das Kulturhaus unter Denkmalschutz." In ihrer Chronik sind jede Menge kulturelle Höhepunkte festgehalten. "Vieles lief über die Konzert- und Gastspieldirektion." Einer der prominentesten Gäste zu DDR-Zeiten war Komiker Eberhard Cohrs. Auch die Elite des DDR-Radsports mit Sprintstar Olaf Ludwig schaute rein.

Heute werden die Räume für Familienfeiern und Seniorennachmittage zur Verfügung gestellt. Jeden letzten Montag im Monat können ältere Semester das Tanzbein schwingen. Den gastronomischen Service übernimmt das Restaurant-Team. Die fast 40 Vereinsmitglieder treffen sich regelmäßig im separaten Vereinsraum des Kulturhauses.

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