Vogtländer fahren nach Sonderborg

Der Traditionsverein der Feuerwehr aus Oberheinsdorf unternahm eine Reise nach Dänemark - mit Hindernissen.

Oberheinsdorf.

Der Traditionsverein der Freiwilligen Feuerwehr Oberheinsdorf hat an der 22. Internationalen Feuerwehr-Sternfahrt teilgenommen. Es ging nach Sønderborg in Dänemark. Für die Oberheinsdorfer war es die siebte Teilnahme.

Die Vogtländer wollten vor Himmelfahrt mit ihrem Opel Blitz starten. Der Oldtimer wird noch restauriert. Die Gemeinde stellte einen Unimog zur Verfügung, allerdings kamen die Feuerwehrleute damit nicht einmal bis zur Autobahn. Am Himmelfahrtstag holten die Kameraden dann zwei Mannschaftstransportwagen mit Anhänger aus der Feuerwehrgarage. 6.30 Uhr waren sie startklar, um die Anfahrt über 740 Kilometer zu bewältigen. Gegen 15.30 Uhr kamen die 15 Heinsdorfer am Ziel an - auf einem Campingplatz mit Ferienhäusern, nur 300 Meter vom Ostseestrand entfernt.


Zeit zum Erholen blieb nicht. 17 Uhr begann das Treffen mit der Eröffnungsveranstaltung. Dort erlebten die Teilnehmer eine Vorführung mit Luftwaffe und Seenotrettung. Die Sternfahrtsflagge wurde mit einem Hubschrauber eingeflogen und abgeseilt. "Das war schon ein beeindruckendes Erlebnis, auch die anderen zu sehen, die wir von den Sternfahrten vorher kennen", sagte Wehrleiter Knuth Sonntag. Die Heinsdorfer waren die einzigen Teilnehmer aus dem Vogtland. Aus der Nähe stammten noch die Ebersbrunner. Obwohl die Vogtländer mit etwas moderneren Fahrzeugen unterwegs waren, durften sie an der Sternfahrt teilnehmen. Die Strecke ging über 100 Kilometer. "Ein Ziel war die Katastrophenschutzschule Tinglev. Dort ist das größte zusammenhängende Übungsgelände mit künstlichen Ruinen in Europa. Das Szenario war hochinteressant", so der Wehrleiter. Am Abend trafen sich die Teilnehmer aus ganz Europa in einem Festzelt zur Party. Am Samstag präsentierten die Heinsdorfer ihre Wehr beim Festumzug. Dabei wurde die Traditionsfahne an den nächsten Austragungsort der Sternfahrt übergeben. In zwei Jahren wollen die Heinsdorfer in Dorfgastein/Österreich dabei sein, dann wieder mit wenigstens einem ihrer Oldtimer. Am Sonntagabend kehrten die Teilnehmer zurück. Am Montag wurde alles wieder verstaut und an Ort und Stelle eingelagert.

1720 Kilometer pro Fahrzeug hatten sie zurückgelegt. Während die Teilnehmer weg waren, sicherten die anderen Feuerwehrleute die Einsatzbereitschaft ab. Die Oberheinsdorfer Wehr hat 26 Mitglieder, der Verein 46, wobei manche in beiden Organisationen sind.

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