Vogtländische Musiker bereichern Jubiläums-Festival

Das Greizer Jazzwerk feiert 20. Geburtstag. Aus dem Anlass bietet die Veranstaltungsreihe ein erweitertes Programm. Mit dabei sind einheimische Musiker.

Greiz.

Jubiläen können etwas Anspornendes haben. Das gilt offenbar auch für das Greizer Jazzwerk, das vom 10. bis 19. Mai seine 20. Auflage erlebt. Länger als gewohnt wird das Festival dauern, mit Nachdruck die Nähe zum literarischen Wort suchen und sich wie in den Vorjahren schon anderen Musikrichtungen öffnen, um neue Publikumsschichten zu erreichen. Das war von Ulrich Blumenstein zu erfahren, dem künstlerischen Leiter der Jazzwoche. Er stellte in der Greizer Vogtlandhalle das Programm des Musikmarathons vor.

Danach wird es erstmals ein dreitägiges Warm-up mit Literatur und vorwiegend heimischen Akteuren geben, die sich dem Electronic-Jazz verpflichtet fühlen. Dabei soll am 10. Mai ab 21 Uhr im Haus Siebenhitze 51, wo der Plauener Saxophonist Jörg Piesendel aufspielt, der zehnte Todestag des Greizer Dichters Günter Ullmann gewürdigt werden. Am 13. Mai geht es beim Verein the.arter Greiz in der Naumannstraße 10 um "Schwejk"-Autor Jaroslav Hasek (Musik: Bluul#E). Am 15. Mai werden bei Rad Bauer an der Turnerstraße 1 Texte des Geschäftsinhabers Bernd Bauer gelesen. Dort musiziert Christoph Beer. Die beiden Abendprogramme beginnen jeweils 20 Uhr.


Das traditionelle Eröffnungskonzert des Jazzwerks steigt in der an der Ausfallstraße Richtung Neumühle gelegenen Gottesackerkirche. Am 16. Mai, 19.30 Uhr, werden dort Günter "Baby" Sommer am Schlagzeug, der auch vor 20 Jahren schon in Greiz dabei war, der aus Plauen stammende Saxofonist Antonio Lucacio und der als glänzender Improvisator bekannte Greizer Stadtkantor Ralf Stiller an der Orgel ihre musikalischen Kräfte im Konzert vereinen.

Alle anderen Veranstaltungen finden in der Kulturgarage der Alten Papierfabrik in Greiz statt. Der 17. Mai gehört ab 20 Uhr zwei vielversprechenden Studentenprojekten: dem Bepop und Modern-Jazz favorisierenden Julius Gawlik Quartett und dem Trio Diktion, das mit den Rappern von Höhlenkollektiv anreist. Tags darauf, gleichfalls ab 20 Uhr, sind zwei Formationen zu hören, die exzellenten Jazz mit Elementen der Weltmusik verbinden: das Pulsar Trio und die Embryo-Kult-Krautjazzrockband.

Der Ausklang des Jubiläumsfestivals beginnt am 19. Mai um 16 Uhr mit dem Duo Lov-e-is-rare, das virtuos Pop-Elemente einbezieht. 17.30 Uhr folgt das zehnköpfige Werkstattorchester 2019, das seinen Beitrag unter das Motto "Wort&Klang - Was ich der Welt unbedingt sagen will ..." stellt. Anschließend tritt der Sänger und Gitarrist Robert Gross auf den Plan, der sich dem experimentellen Folk verschrieben hat.

Weitere Informationen sind im Internet zu erhalten unter der Adresse: greizer@theaterherbst.de sowie unter:

www.theaterherbst.de/jazzwerk

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