Vogtland wirbt um Rückkehrer

Landrat und IHK starten Weihnachtskampagne

Plauen.

Trotz der Corona-Lage werden sich zu Weihnachten wohl Zehntausende auf den Weg machen, um ihre ehemalige Heimat zu besuchen. Das sei die Zielgruppe, an die sich die Weihnachts-Werbe-Kampagne des Vogtlandkreises richtet, so Landrat Rolf Keil (CDU). Mit Großplakaten, Radiospots sowie Anzeigen in Print- und Onlinemedien wollen die Kreisverwaltung und die regionale Industrie- und Handelskammer diese Besucher ansprechen, um ihnen das Vogtland als Wirtschaftsstandort bewusst zu machen.

Zwischen 15.000 und 20.000 Euro werde die Kampagne den Landkreis kosten, so die Kreisbehörde. Laut Keil ist das Vogtland mittlerweile ein "hervorragend aufgestellter Standort des Mittelstandes". Zugleich verwies er auf das schnelle Internet: Der Breitbandausbau soll 2024 im Kreis abgeschlossen sein. Das mache die Region interessant für sogenannte Homeoffice-Arbeitsplätze. Die Kampagne im vorigen Jahr habe eine gute Resonanz gezeigt, so die Geschäftsführerin der Regionalkammer Plauen der IHK Chemnitz, Sina Krieger. Man habe 120 Anrufe von Rückkehrwilligen gezählt. Wie viele Menschen zurückkehrten, lasse sich nicht exakt bestimmen.

Derweil sorgt die Kampagne auch für Kritik. Um Fachkräfte zu werben, sei rausgeworfenes Geld, so lange das Grundproblem bestehe, sagte die Vize-Fraktions-Chefin der Linken im Kreistag, Janina Pfau: Das sei das Lohn- und Gehaltsniveau. Laut Arbeitsagentur liegt der sogenannte Medianlohn im Vogtland rund 1300 Euro unter dem in Baden-Württemberg. (su)

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