Vogtland-Züchter top bewertet

Zentrale Leistungsprüfung für Milchschafe und Milchziegen: 14 Züchter traten bei der Marienhöher Milchproduktion an.

Waldkirchen.

Milchschaf- und Ziegenzüchter aus Sachsen, Berlin und Brandenburg trafen sich am Samstag in Waldkirchen, um während einer Leistungsprüfung die besten Tiere der jeweiligen Rassen zu ermitteln. Im Anschluss an die Bewertung wechselten bei einer Auktion etwa ein halbes Dutzend Tiere den Besitzer. Die Züchter erzielten Preise zwischen 325 und 450 Euro. Fünf der vorgestellten 51 Tiere erhielten die höchste mögliche Auszeichnung, eine 1a-Prämie.

Die Bewertungskommission vergab Punkte für die Wollqualität bei den Schafen und die äußere Erscheinung. Das Gewicht floss ebenso in die Bewertung ein. Zwei der fünf begehrten Siegertitel sicherten sich Teilnehmer aus der Region: die Marienhöher Milchproduktion Agro GmbH mit einem Milchschafbock, der später bei der Auktion für 400 Euro den Besitzer wechselte, und ein Bock der Rasse Weiße Edelziege aus der Zucht von Annett und Gunter Hüttner aus Wildenau.

Die vorgestellten Rassen - Ostfriesisches Milchschaf, Thüringer Waldziege, Edelziege und Burenziege - dienen der Milchgewinnung.

Großes Augenmerk legte die Bewertungskommission, bestehend aus dem Zuchtleiter des Sächsischen Schaf- und Ziegenzuchtverbandes, Hanno Franke, seiner Mitstreiterin Regina Walter und Züchter Thomas Meinert aus Halsbrücke, auf die Zahn- und Beingesundheit sowie die Wollqualität der Tiere. Hanno Franke erklärt warum: "Eine korrekte Zahnstellung ist wichtig, damit die Tiere in solchen Sommern wie diesen das harte Gras gut kauen können. Die Tiere sollten außerdem problemlos in der Lage sein, ihr gesamtes Leben lange Strecken zurück zu legen. Dafür sind gesunde Klauen und eine korrekte Beinstellung wichtig. Das nennt man das Fundament der Tiere." Bei den Schafen spiele außerdem die Wolle eine zentrale Rolle. Franke: "Sie ist sozusagen das natürliche Dach der Schafe, das sie vor Regen schützt."

Ein für eine solche Fachveranstaltung großes Publikum hatte sich versammelt und folgte den Ausführungen Hanno Frankes, der erklärte, welche Vorzüge und Fehler die Kommission bei den Tieren erkannt hatte. Für alle wichtigen Körpermerkmale verteilten die Kommissionsmitglieder Punkte.

Für den Zuchtleiter war es bereits die zweite Bewertung der vorgestellten Tiere. "Wir haben uns die Tiere schon einmal bei der Lammbonitur angeschaut. Bei einer solchen zentralen Veranstaltung wie dieser ist uns der Vergleich mit Tieren aus anderen Herden wichtig." Mit ihrer zentralen Leistungsprüfung waren die beiden Schaf-und Ziegenzuchtverbände aus Sachsen, Brandenburg und Berlin das erste Mal ins Vogtland gekommen.

Annette Meißgeier, Ziegenzüchterin aus dem vogtländischen Langenbach, begrüßte diesen neuen Austragungsort. "Bisher waren die Leistungsprüfungen in Nossen oder Meißen. Das waren für uns immer lange Anreisewege. Waldkirchen liegt für uns wesentlich günstiger", so die Züchterin von Thüringer Waldziegen. Zuchtleiter Franke fühlte sich in der neuen Örtlichkeit wohl und deutete an, dass es durchaus denkbar sei, auch im nächsten Jahr mit dieser zentralen Leistungsprüfung und Auktion nach Waldkirchen zu kommen.

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