Vorstoß von Linke/SPD: Rente für die Feuerwehr

Stadtrat in Reichenbach befasst sich am Montag mit dem Antrag

Reichenbach.

Fraktion Die Linke/SPD im Reichenbacher Stadtrat setzt sich für die Einführung einer Feuerwehrrente ein. Sie hat dazu einen Antrag eingebracht, der am heutigen Montag in der Stadtratssitzung, die 19 Uhr im Rathaus beginnt, behandelt werden soll.

Der Antrag hat zum Inhalt, den Oberbürgermeister zu beauftragen, bei den kommunalen Spitzenverbänden des Freistaates Sachsen und der Bundesrepublik Deutschland Initiativen zur Einführung einer Feuerwehrrente als Bestandteil der gesetzlichen Altersrente anzuregen und zu befördern. Eine ähnliche Form der zusätzlichen Altersversorgung sollten ehrenamtliche Mitglieder des Katastrophenschutzes und des Rettungsdienstes erhalten.

"Die Feuerwehrrente soll ein Anreiz sein, um Kameradinnen und Kameraden im Ehrenamt zu halten oder für diese Tätigkeit zu gewinnen", begründet Fraktionsvorsitzender Henry Ruß den Vorstoß. Er wisse, dass zum Beispiel in Baden-Württemberg über eine bundesweite zusätzliche Altersabsicherung der Feuerwehrleute nachgedacht wird. Mehrere Oberbürgermeister drängen auf eine bundesweite einheitliche Regelung. "Dass den Feuerwehrleuten eine zusätzliche Alterssicherung gewährt wird, wäre eine große Anerkennung. Gleiches gilt für den ehrenamtlichen Katastrophenschutz und Rettungsdienst", so Ruß.

Der Brand- und Katastrophenschutz als kommunale Pflichtaufgabe werde überwiegend durch ehrenamtliche Feuerwehrleute erfüllt. Ohne deren Einsatz wäre dieser wichtige Schutz in Deutschland nicht gewährleistet. Immer mehr freiwillige Feuerwehren leiden unter Mitgliederschwund und Personalmangel. Dabei müssten die Feuerwehrleute in vielen Einsätzen, oft unter Einsatz ihres eigenen Lebens, rund um die Uhr Menschen in Not schnell und effektiv helfen. Dabei kommt es auch immer wieder zu Verletzungen der Kameraden, siehe Brand in diesem Sommer beim Galvanik-Unternehmen GTO, argumentieren Linke und SPD.

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