Vorstoß: Wohnqualität in Elsterberg soll steigen

Stadträte der Alternativen Heimatliste (AHL) wollen Ortsteile weiterentwickeln

Elsterberg.

Bei der jüngsten Kommunalwahl im Mai ist die Elsterberger Wählervereinigung wieder als stärkste Kraft ins Kommunalparlament eingezogen. Sie will in den nächsten Jahren die weitere Entwicklung der Stadt voranbringen, wie Sven Haller als Vertreter der Alternativen Heimatliste (AHL) sagt. Am Montag hat die Wählervereinigung der Stadtverwaltung einen Antrag von Maßnahmen für den städtischen Haushalt 2020 und die Folgejahre zukommen lassen.

Vieles gehe zu langsam voran, es sei Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen, meint Haller mit Blick auf die letzte Legislaturperiode. Priorität habe für die AHL unter anderem die Steigerung der Wohnqualität. Das funktioniere nur mit modernem und bezahlbarem Wohnraum und einer Infrastruktur für alle Generationen. "Deshalb sehen wir eine Verpflichtung darin, die Überschüsse der Mieteinnahmen aus kommunalen Wohnungen nicht zur Sanierung der kommunalen Finanzen zu verwenden, sondern einen Teil davon jährlich für grundhafte Sanierungen zu verwenden", so Haller. Ziel sei es, in städtischen Immobilien altersgerechten, modernen und bezahlbaren Wohnraum und Platz für junge Familien zu schaffen. Viele Häuser seien noch nicht saniert, es fehle an Balkonen und Aufzügen. Die AHL fordert deshalb die Stadtverwaltung auf, "hierfür geeignete Förderinstrumente vorzustellen", sodass mit der Umsetzung schnellstmöglich begonnen werden könne.

Weiteres wichtiges Ziel der AHL sei die Erhaltung und Sanierung der Spielplätze. Nur so könne ein ansprechendes Wohnumfeld geschaffen werden. Auch die Sanierung beziehungsweise der Ersatzneubau der Noßwitzbrücke sei überfällig.

Ebenfalls 2020 müsse die detaillierte Planung der Sanierung des Kirchplatzes abgeschlossen werden. Planungen bezüglich eines Neubaus einer Schulturnhalle sollen nach dem Willen der Alternativen Heimatliste bei der anstehenden Haushaltsdiskussion zurückgestellt werden. "Hier muss intensiv über die möglichen Kosten beim Bau und über die Folgekosten gesprochen werden", erklärt Haller.

Ein Ja gibt es zur weiteren Sanierung der Burgruine - aber nicht um jeden Preis. Die Burgruine müsse erhalten werden und begehbar bleiben, andere Investitionen dürften dabei aber nicht aus dem Blick geraten. Der Förderzeitraum für die Arbeiten an der Burgruine soll deshalb verlängert werden, um auch andere Projekte finanzieren zu können.

Einsparpotenzial sieht die Wählervereinigung im Verwaltungsbereich. Mehrere Rathausmitarbeiter gehen in diesem Jahr in den Ruhestand. Die AHL will deshalb den Stellenplan auf den Prüfstand stellen, um spätestens ab 2021 Einsparungen im Verwaltungsbereich zu erreichen, kündigt Haller an.


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