Vorzeigeprojekt für alte Schule in Rotschau

Zwei Unternehmer stellten ihre Pläne für zwei leerstehende Gebäude im Reichenbacher Ortsteil vor. Nicht alles werde danach erhalten bleiben.

Rotschau.

Horst und Sebastian Reinsch haben den Mitgliedern des Ortschaftsrats in Rotschau ihr Nutzungskonzept für die alte Schule und die ehemalige Post im Ortsteil unterbreitet. Beide sind Geschäftsführer der Firma Ökofen, die sich zurzeit noch an der Reichenbacher Friedensstraße befindet.

Die Unternehmer suchten seit Längerem nach etwas Neuem und wurden durch die Ausschreibung der Stadtverwaltung in Rotschau fündig. Sie bewarben sich um den Kauf des Grundstückes samt Gebäuden und hoffen auf den Zuschlag. Der Verkauf muss zuerst in den Verwaltungsausschuss und dann in den Stadtrat.

Ortsvorsteher Veit Bursian sagte: "Wir als Ortschaftsrat haben ein Nutzungskonzept gefordert, damit dort etwas Sinnvolles geschieht und nicht plötzlich alles weg ist. Die Ausschreibungsfrist ist vorbei und das sind die einzigen Bewerber mit klaren Vorstellungen." Er geht davon aus, dass der Kauf noch in diesem Jahr besiegelt wird.

Das Unternehmen gehört zu einem österreichischen Konzern. Es beschäftigt sich mit Themen wie erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit. Als Ansprechpartner für Heizungsbaumeister, Architekten und Ingenieure bietet es auch Schulungen für diese Klientel an. Horst Reinsch: "Hier am Standort wird es kein produzierendes Gewerbe, keine Reparaturen und keine Montagearbeiten geben. Es kommen lediglich ein paar Anlieferungen und Leute zu den Schulungen." Alles andere seien normale Bürotätigkeiten.

Er kündigte an, dass er das alte Postgebäude abreißen lassen will, da es laut Gutachten nicht erhaltungsfähig ist. Dadurch werde eine Zufahrt von der Mylauer Straße her geschaffen. Es entstehen Parkplätze, die für die Schulungsteilnehmer benötigt werden und mit dem Bauantrag nachzuweisen sind.

Wenn alles nach Plan verläuft, wird zuerst abgerissen und dann die alte Schule 2019 renoviert und saniert. Erschwerend sei, dass das Haus seit dem Auszug des Kindergartens nicht mehr gepflegt wurde. Die Heizungsanlage sei kaputt, auch am Dach sind Arbeiten nötig. Da sich die Firma jedoch mit innovativen Heizungslösungen beschäftigt, könne dort ein Vorzeigeprojekt entstehen. 2020 will das Unternehmen einziehen und Horst Reinsch will das Geschäft dann komplett an Sohn Sebastian übergeben, der bereits seit einiger Zeit in Rotschau lebt.

Ortschaftsräte und die anwesenden Bürger nahmen die Vorstellung wohlwollend zur Kenntnis. Die einzige Forderung, die den Bewerbern gegenüber aufgemacht wurde, war der Erhalt der Uhr am Gebäude. Die sei ortsbildprägend und soll unbedingt weiterschlagen.

Der Ortsvorsteher erläuterte, dass beide Gebäude bei der Stadt Reichenbach im Brachenkonzept aufgeführt sind. Wenn der Verkauf nicht realisiert wird, bleibe nur der Abriss, auch für die alte Schule. Er betrachtet die neue Nutzung als Rettung für das Gelände sowie als gewinnbringend für das Dorf.

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