Waldkirchen landet den nächsten Erfolg

Die Dorfgemeinschaft gehört zu den Preisträgern eines neuen Wettbewerbs zur Stärkung des ländlichen Raums. Das Preisgeld von 10.000 Euro erhöht die Chancen in einem anderen Wettbewerb.

Glauchau/Waldkirchen.

Die Dorfgemeinschaft Waldkirchen erringt seit dem ersten Auftritt im Rahmen des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" 2017 einen Erfolg nach dem anderen. Nach dem Gewinn des Landeswettbewerbs im Vorjahr konnten die Vogtländer am gestrigen Montag erneut jubeln. Und zwar in der Sachsenlandhalle Glauchau bei der Preisträgerkür des erstmals ausgetragenen Wettbewerbs "Ideen für den ländlichen Raum" - insgesamt knapp fünf Millionen Euro schüttet Sachsen jetzt für die ausgezeichneten Projekte und damit für die Stärkung lokalen Lebens und lokaler Identität aus. Matthias Böttger, Ron Bauer, Christina Riedel und Volker Sachse als Vertreter der Dorfgemeinschaft konnten sich über 10.000 Euro Preisgeld und die Wertschätzung ihres Wettbewerbsbeitrages "Vereinsleben 2.0" freuen, der in Form eines Kurzfilmes den Beifall der Gäste fand. "Fantastisch, danke an alle, die sich eingebracht haben", sagte Ron Bauer und schloss damit auch die zur Preisverleihung fehlende Silvana Hocher ein.

Die fünfköpfige Spitze der Dorfgemeinschaft hatte im Vorjahr im Hinblick auf den neuen Wettbewerb ihr Dorf-Zukunft-Projekt quasi um eine digitale Komponente erfolgreich erweitert. Die Jury erkannte dem Projekt "Anwendungen digitaler Technologien für das Gemeinwohl" den dritten Platz zu. Hintergrund: Die Waldkirchner bauen ein Webportal auf, das ein App-unterstützter Anlauf- und Vernetzungspunkt für Vereine der Region sein könnte. Ron Bauer: "Wir sehen unsere Initiative als beispielgebend für andere Orte und Vereine. Und so gehen wir auch dieses spezielle Projekt an. Dort geben wir unsere Erfahrungen weiter, so brauchen andere nicht bei Null anzufangen." Mit Teilen dem Preisgeld soll dieses ehrenamtlich entstehende Portal auch im Hinblick auf Weiterbildungsangebote zur Nutzung dieses sozialen Netzwerks ausgebaut werden. Über dieses neue, Identität stiftende Angebot könnten überdies Ressourcen gebündelt und mehr Aufmerksamkeit erzeugt werden.

Hilfreich ist das Preisgeld auch im Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Waldkirchen sorgt dabei im Hinblick auf den Besuch der Wettbewerbskommission im Juni derzeit für den Feinschliff, wie es Matthias Böttger in Glauchau ausdrückte. Zentraler Punkt ist dabei der Mehrgenerationenplatz, für den die Planung demnächst steht. Andere Initiativen - wie der Aufbau des Jugendclubs - sind abgeschlossen oder haben sich in Form von Veranstaltungen im Dorfleben etabliert.

Den neuen Wettbewerb des Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft sieht Stephan Hösl als gute Gelegenheit, innovative Projekte voranzutreiben. "Das ist ein toller Erfolg für Waldkirchen, über den ich mich sehr freue. Aber ich freue mich auch für Ellefeld. Man muss sich mal überlegen, mit welchem Geld die plötzlich planen können", sagte der CDU-Landtagsabgeordnete aus Reichenbach mit Blick auf die Gemeinde: Ellefeld gehörte in der Kategorie Kommune zu den Preisträgern und gewann 450.000 Euro - für die Verwirklichung der quasi vom ganzen Ort mitentwickelten Pläne, das alte Markthaus zu einem multifunktionalen Anlaufpunkt für alle Generationen umzubauen.

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