Waldkirchener sammeln Kräfte

Auf das zweimal geehrte Dorf wartet der dritte und schwerste Schritt. Auch den Bundeswettbewerb gehen alle optimistisch an.

Waldkirchen.

Nach dem Wettbewerb ist für Waldkirchen vor dem Wettbewerb. Zweimal haben die Dorfbewohner schon bei "Unser Dorf hat Zukunft" gewonnen, auf Kreis- und auf Landesebene. Jetzt steht der Bundeswettbewerb vor der Tür. Doch bevor es ans Vorbereiten geht, kamen am Samstag erst einmal die Helfer, immerhin rund 100 Leute, zum Feiern zusammen. Es gab beim Brunch, der sich über Stunden hinzog, Getränke, Süßes und Herzhaftes, jeder so viel er wollte und kostenlos. Die Finanzierung war dank des Preisgeldes von 5000 Euro beim Gewinnen des Landeswettbewerbes gesichert.

"Vom Preisgeld bleibt natürlich noch jede Menge übrig. Das brauchen wir dann, um weitere Initiativen für den Bundeswettbewerb vorzubereiten", berichtet Silvana Hocher, eine der Organisatoren. Die Sommerpause des Vorbereitungsteams geht zu Ende. Erste Treffen, zuerst in kleiner und später in größerer Runde, sind geplant. "Wir wollen das halbe Jahr Vorlauf auf jeden Fall nutzen, auch um die Arbeit auf breite Schultern zu verteilen. Es soll ein richtiges Netzwerk an Unterstützern entstehen", so Silvana Hocher.

Die Messlatte liege beim Bundeswettbewerb noch einmal höher, dessen sind sich die Macher sicher. "Dort treffen nur Sieger aufeinander, und da sind Dörfer dabei, die sind richtig gut", hat sich Matthias Böttger bereits einen Überblick verschafft. Auf jeden Fall wolle man Fachleute gewinnen, die als Moderatoren die Jury durchs Dorf führen. "Jemand, der sich gut mit Geschichte und Architektur auskennt, ein Experte für die Landwirtschaft und so weiter, denn vom Besuch der Landesjury wissen wir, dass manche Fragen ganz schön in die Tiefe gehen", so Böttger. Zu überlegen sei auch, ob die Jury wieder in zwei Gruppen geführt wird oder doch in einer, damit sich jeder Juror einen Gesamtüberblick verschaffen kann. Wichtigster Punkt sei aber die Fortführung begonnener Themen. "Im dritten Jahr können wir nicht wieder dasselbe erzählen wie am Anfang. Wir müssen zeigen, wie wir Themen weiterentwickelt haben, was wir Neues anpacken wollen", zeigt Matthias Böttger die große Linie auf. Beispiel: der mittlerweile eingerichtete Jugendclub, der Dorfgemeinschaftsplatz, für den es einen Plan gibt, oder die Website, die ein Dutzend Moderatoren lebendig und aktuell gestalten. Jeder Verein findet sich dort wieder und aktualisiert seinen Auftritt regelmäßig selbst.

Doch bei all dem Trubel um den Wettbewerb sollte etwas Wichtiges nicht vergessen werden: "Erfolg ist das eine, es geht aber in erster Linie um ein tolles Dorfleben, um dieses Wir-Gefühl, um das Miteinander", brachte es Ron Bauer vom Vorbereitungsteam auf den Punkt. Die Jury kommt im Frühsommer 2019. Ein Termin steht noch nicht fest. Die Prämierung des Bundeswettbewerbes findet stets auf der Grünen Woche statt, das wäre im Januar 2020.

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