Waldkirchner wandeln auf den Spuren der Jury

Es war ein Riesenerfolg für das Dorf: zwei Siege in den Vorjahren und ein dritter Platz im Juli beim großen Finale des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft". Noch einmal genoss man das Gefühl.

Waldkirchen.

Noch einmal wehte am Samstag Wettbewerbsluft durch Waldkirchen. Das Team Edwin hatte zur Dankeschön-Veranstaltung eingeladen und ließ die letzten drei Jahre Revue passieren. Etwa 40 Dorfbewohner begaben sich auf die Spuren der Bundeskommission des Wettbewerbes "Unser Dorf hat Zukunft", die im Juli dem Kandidaten Waldkirchen während eines dreistündigen Besuches auf den Zahn fühlte. "Wir wollten das für die anderen, die gar nicht oder nur eine paar Minuten dabei waren, erlebbar machen", berichtet Ortsvorsteher Ron Bauer.

Von der Kirche aus unternahm die Gruppe einen abgespeckten Rundgang mit mehreren Stationen und den entsprechenden Erklärungen. Der neu entstehende Mehrgenerationenplatz, dessen Einweihung im November bevorsteht, war eine dieser Stationen. Ebenso das Bürgerhaus mit einer Abendveranstaltung und der Kindergarten, an dem es für alle Wanderer Kaffee und Kuchen gab. Das fünfköpfige Team Edwin, hat seine Aufgabe nun erfüllt. Zwei der Mitglieder gehören jetzt dem Ortschaftsrat an, einer sitzt im Stadtrat. "Der Ortschaftsrat hat sich verjüngt. Auch in den Vereinen sind einige junge Mitglieder dazugekommen. Die Vereine arbeiten seit dem Wettbewerb intensiver zusammen", nennt Ron Bauer einige positive Nachwirkungen. Auch die Menschen im Ort sind zusammengerückt und haben sich besser kennengelernt. Ron Bauer weiß, dass es unmöglich ist, das dörfliche Leben in der gleichen Intensität, wie in den letzten drei Jahren voranzutreiben. "Das ist personell und zeitlich gar nicht möglich. Aber wenn die angeschobenen Projekte weiterlaufen, ist das doch schon ein großer Erfolg", findet der Ortsvorsteher. Zumindest für die nächsten zwei Monate ist der dörfliche Terminkalender mit Weihnachtsmarkt, Seniorennachmittag, Kreisschau der Kleintierzüchter, Kleintiermarkt und lebendigem Adventskalender gut gefüllt.

Matthias Böttger, der die Gäste in der Kirche begrüßte, waren die emotionalen Momente wichtig. "Edwin, unser Maskottchen, steht für Gemeinschaft. Wenn das Gefühl da ist, was Gemeinschaft wert ist, entstehen daraus neue Projekte, weil Leute Spaß daran haben, etwas zu tun."

Dass das Leben der Dorfgemeinschaft nicht immer nur aus Eitel Sonnenschein besteht, ist dem Ortsvorsteher klar. "Es gibt auch Rückschläge." So habe sich der Obstbauerverein mangels Nachwuchs aufgelöst und der Landhandel hat geschlossen. "Man muss sich vor Augen halten, dass wir hier über private Initiativen reden und über ehrenamtliche Arbeit. Es gibt viele gute Ansätze. Ich sehe es als Aufgabe des Ortschaftsrates die dörfliche Entwicklung voranzutreiben", so Bauer.

Aus Sicht von Bürgermeister Volker Bachmann (Pro Lengenfeld) hat Waldkirchen viel erreicht. "Dass es das Dorf bis zum Bundeswettbewerb schafft, hätte ich vor drei Jahren nicht gedacht. Aber die Waldkirchner haben Potential. Das haben sie bewiesen."

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