Wasserballer wollen im Freibad Netzschkau abbaden

Die Saison der Wasser- ratten geht zu Ende. Für die Betreiber der vom Limbach gespeisten Anlage ist damit vorerst auch eine Zitterpartie vorbei.

Auf dem Gelände des Freibades in Netzschkau zieht langsam Ruhe ein.

Von Petra Steps

Die Netzschkauer Freibadsaison wird planmäßig am kommenden Samstag enden. Ab 18 Uhr ist dort das Abbaden der Wasserballer des TSV Nema geplant.

Der Netzschkauer Bürgermeister Mike Purfürst (Gewerbeverein) ist gleichzeitig froh, dass er und die Anlage die Badesaison einigermaßen gut überstanden haben. Aufgrund der Trockenheit stand das Signal bereits seit einiger Zeit kurz vor Rot. Dem Bad fehlte zwischendurch im heißen und trockenen Sommer das Wasser. Das Becken wird über den Limbach gespeist, der zeitweise kaum noch Wasser führte. Bürgermeister Purfürst sagte dazu auf Anfrage: "Es war bis zuletzt eine Zitterpartie."

Bereits im städtischen Amtsblatt vom Juni hatte Schwimmmeister Günter Claus auf kritische Situationen hingewiesen. Er bat zudem darum, von widerrechtlichen Wasserentnahmen aus dem Limbach Abstand zu nehmen. Das Freibad benötigt die Zufuhr aufgrund von Verdunstungen, für die vorgeschriebenen Frischwasserzugaben sowie zum Spülen der Filter. Der Ruf blieb indes ungehört.

Die Situation verschärfte sich weiter, vor allem an Vormittagen der heißen Tage. Der Bürgermeister: "Wir gehen davon aus, dass Leute auf der Strecke vor dem Bad Wasser entnehmen, da das Wasser irgendwann wiederkam, nachdem der Bach vorher trocken war. Die Untere Wasserbehörde hilft uns nicht. Sie erklärt, die Kontrolle sei Aufgabe der Kommune." Eine Überwachung könne jedoch nur durch Politessen geschehen. Doch so viel Personal stehe nicht zur Verfügung, um den gesamten Bachlauf permanent zu kontrollieren.

Die Stadtverwaltung habe sich sogar den Vorwurf gefallen lassen müssen, dass Wasser für das Bad zurückgehalten wurde, damit es für das Wasserball-Wochenende im August reiche. Damals kamen 140 Kinder und 25 Betreuer nach Netzschkau, um miteinander Sport zu treiben und die Gemeinschaft zu erleben. Nicht jeder Dauerbader hatte dafür Verständnis.

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