Weischlitz reinigt die Bäche

Die Gemeinde erhält für die Erhaltungsarbeiten Geld vom Freistaat Sachsen. Der Bürgermeister setzt auf Eigenleistung. Die Realität sieht aber anders aus.

Weischlitz.

In der Gemeinde fließen auf einer Länge von fast 110 Kilometern Gewässer II. Ordnung. Der Freistaat Sachsen unterstützt die Kommunen finanziell bei deren Unterhaltung - pro Kilometer mit rund 500 Euro jährlich. In diesem und dem Vorjahr werden an Weischlitz insgesamt knapp 110.000 Euro ausgereicht. Mit dem Geld will die Gemeinde nun dringend notwendige Beräumungs- und Säuberungsarbeiten vornehmen.

An der Reihe sind Bürgermeister Steffen Raab (Freie Wähler) zufolge der Goldbach in Tobertitz, der Forstbach in Gutenfürst, der Kemnitzbach in Kemnitz und der Kröstaubach in Kröstau. Es handele sich um etwa 1300 Meter, auf denen zum Beispiel der massive Grasbewuchs und die Sedimente entfernt werden sollen. "Früher wurde viel mehr in Eigenleistung unternommen", erinnerte Raab bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. Mittlerweile seien die meisten Anwohner aber zu betagt, und die jüngere Generation würde sich nicht an einer Gewässerreinigung beteiligen.

In Raabs Augen kommt zum optischen Mangel noch dazu, dass durch die mangelnde Pflege die Hochwassergefahr steige. Der Pirker Gemeinderat Alexander Kuhn (Freie Wähler), der selbst an der Weißen Elster wohnt, plädierte für ein nachhaltiges Bewirtschaften der Gewässer. Der Gemeindechef wiederum mahnte, dass bestraft werden kann, wer sogenanntes Grauwasser - also Abwasser - in Flüsse und Bäche einleitet.

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