"Wettiner Hof" in Reichenbach steht schon wieder zum Verkauf

Für das einstige Luxushotel wird nach einem kurzen Intermezzo erneut ein Käufer gesucht. Das Haus steht seit 25 Jahren leer.

Reichenbach.

Ein Jahr, nachdem eine Frau aus Thüringen das denkmalgeschützte Objekt erworben hatte, wird auf Immobilienportalen im Internet das einstige Luxushotel "Wettiner Hof", Greizer Straße 2, in Reichenbach schon wieder feilgeboten. Hat da in den Tiefen des Netzes ein altes Angebot die Jahre überdauert? Nein. "Der Verkauf der Immobilie Wettiner Hof ist aktuell", erklärte Mauricio Berner von der Legrum Immobilien GmbH jetzt auf Anfrage der "Freien Presse".

Der prächtige, um 1890 erbaute Klinkerbau ist der Blickfang im Reichenbacher Bahnhofsviertel, direkt an der B 94 Richtung Greiz und der B 173 Richtung Zwickau gelegen. Das Objekt mit 30 Zimmern und rund 1000 Quadratmetern Wohn-Nutzfläche über drei Etagen ist mit mindestens 199.000 Euro veranschlagt. Mit Nebenkosten für Maklerprovision, Grunderwerbssteuer, Notarkosten und Grundbucheintrag landet man bei 220.000 Euro. Die Immobilie, so ist nachzulesen, muss komplett grundsaniert werden. Nach Abstimmung mit dem zuständigen Bau- und Denkmalschutzamt seien individuelle Nutzungs- und Gestaltungswünsche erfüllbar.


Aus der Ankündigung der damaligen Besitzerin vom Februar 2018, das Haus Schritt für Schritt sanieren zu wollen, ist augenscheinlich nichts geworden. Wohnungen, Ausstellungsräume, aber auch eine Nutzung als Hotel hielt sie für denkbar. Sie hatte erklärt, dass sie dort zunächst ihre Sammlung von Kinderwagen und Puppen zwischenlagere.

Die Stadt Reichenbach drängte Anfang 2018 auf die Eröffnung eines Baugenehmigungsverfahrens. Neben denkmalschutzrechtlichen Aspekten war auch eine Überprüfung der Standsicherheit und des Brandschutzes vorgesehen. Ein Bestandsschutz sei nicht gegeben. Das zuletzt für Wohnzwecke genutzte Gebäude steht seit etwa 1994 leer.

"Das Baugenehmigungsverfahren ist nicht fortgeführt worden. Es ist nichts weiter passiert", erklärte Stadtsprecherin Heike Keßler jetzt auf Anfrage. Zu allen weiteren Vorgängen zur Immobilie inklusive der neuen Ausbietung sei der Stadtverwaltung nichts bekannt.

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