Wohnbau: Grünes Licht für Satzung "Galgenberg"

Netzschkauer Stadträte stimmten 25-mal über Hinweise ab

Netzschkau.

Die Stadträte von Netzschkau haben die Ergänzungssatzung "Am Galgenberg" beschlossen: Für die Abwägung der eingegangenen Einwendungen zum Plan mussten sie rund 25-mal abstimmen. Die Satzung war nötig, weil dort zu dem bereits vorhandenen Einfamilienhaus zwei weitere Wohnhäuser gebaut werden sollen. Dafür stehen Interessenten bereit, sagte Andreas Bechmann vom gleichnamigen Ingenieurbüro. Mit dem Gebiet hatte sich der Stadtrat bereits mehrfach beschäftigt.

Es gibt einen Bebauungsplan für das Gebiet Reinsdorfer Weg von 1995, der durch den Stadtrat aufgehoben werden muss, genau wie die Ergänzungssatzung dazu. Ein weiterer Bebauungsplan von 2001 ist bereits vom Tisch. Ursprünglich sollte um den Reinsdorfer Weg, auch im jetzt geplanten Teil, ein größeres Gebiet für den Wohnungsbau entstehen, das jedoch nicht realisiert wurde. Inzwischen treibt die Stadtverwaltung ein Wohngebiet auf dem Areal am Schloss voran, das die Lücke zwischen Kernstadt und Diakonie-Standort schließen soll.

Der Entwurf der aktuellen Satzung für das 2900 Quadratmeter große Areal zwischen Schönsicht und Reinsdorfer Weg hatte im März und April öffentlich ausgelegen. Von Bürgern waren keine Einwendungen eingegangen. Von Trägern öffentlicher Belange hatten elf keine Bedenken oder fühlten ihre Interessen nicht berührt. Über die anderen Einwände oder Hinweise mussten die Stadträte befinden. Andreas Bechmann trug die Hinweise einzeln vor, dazu wurde abgestimmt.

Nicht alle Vorschläge wurden in die Satzung aufgenommen. So gab der Kreisentsorgungsverband seine Zustimmung nur, wenn die Abfallentsorgung über den Reinsdorfer Weg erfolgt. Bechmann erklärte, dass das schon jetzt bei dem vorhandenen Haus so sei und auch bei den beiden geplanten Häusern erfolge. Andere Einwände betrafen den Umgang mit archäologischen Funden und andere Mitteilungspflichten oder die Umwandlung der Trinkwasseranschlüsse sowie den Bau dezentraler Kläranlagen. Aus der Pflanzliste wurde der "Gemeine Liguster" gestrichen, da dort nur heimische Arten angepflanzt werden sollen.

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