Wohnprojekt für Senioren liegt derzeit auf Eis

Zukunft der ehemaligen Schule in Coschütz erscheint ungewiss

Coschütz.

Seit zwei Jahren kämpft Doreen Rahmig für die Realisierung ihres Wohngemeinschafts-Projektes in der ehemaligen Grundschule Coschütz. Am Freitagabend informierte die Diplompflegewirtin während der Ortschaftsratssitzung im Kulturhaus über den Stand der Dinge. Trotz Unterstützung von Elsterbergs Rathauschef Sandro Bauroth (FDP) und des Vogtlandkreises gelang es der 38-Jährigen bisher nicht, Fördermittel auf den Weg zu bringen. Keines der relevanten Förderprogramme zur Entwicklung des ländlichen Raumes konnte im Fall Coschütz angewendet werden.

Die selbstständige Pflegemanagerin ließ nichts unversucht. Mehrmals habe sie mit Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch über ihre Pläne gesprochen. Unterm Strich kam allerdings nichts dabei heraus. Entsprechend groß war die Enttäuschung der in Coschütz aufgewachsenen Unternehmerin. "Auf Ministerien-Ebene gibt es keinerlei Unterstützung." Aufgeben will sie nicht. "Ich bin optimistisch, dass wir das noch hinkriegen." Bei den Elsterberger Stadträten kam das Wohnkonzept für Senioren an. Im vorigen Jahr gaben sie grünes Licht zum Verkauf der Immobilie an die in Noßwitz lebende Mutter von zwei Kindern. Verkauft ist das Gebäude aber noch nicht.


Laut einem Gutachten müssen rund 2,5 Millionen Euro in den Umbau investiert werden. Entsprechende Pläne liegen bereits auf dem Tisch. Ohne Förderzusagen in Höhe von 30 bis 40 Prozent sei das Ganze aus Sicht der gelernten Pflegerin nicht tragbar. Nach ihren Vorstellungen soll die Wohngemeinschaft von einer gemeinnützigen GmbH betrieben werden. "Die Bausubstanz ist noch gut erhalten", weiß die Pflegewirtin. Im Haus selbst soll es neben Tages- und Kurzzeitpflege auch Möglichkeiten einer medizinischen und therapeutischen Betreuung geben. Ortsvorsteher Andreas Oberlein (SPD) will sich für das Vorhaben weiter stark machen.

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