Wolf und Kaninchen: Jugendgruppe holt Pokale

Sie heißen alle Wolf und lieben Kaninchen. Am Wochenende waren vier Teenager aus Rodewisch gern gesehene Gäste bei der Mylauer Kreisschau.

Mylau.

Eine ganze Reihe der Kaninchen der Kreisjungtierschau am Wochenende in Mylau wurden von jungen Züchtern mit dem Nachnamen Wolf in den Wettbewerb geschickt: Luisa-Sophie Wolf (16), Anna-Lena Wolf (12), Max Wolf (14), Felix Wolf (12), Doreen Wolf und André Wolf. Sie alle gehören dem Rassekaninchenzüchterverein Rodewisch an und haben sich in Mylau mit ihren Tieren unters Volk gemischt und nicht nur das.

Die vier Teenager gewannen als Jugendgruppe den Kreispokal und trugen außerdem dazu bei, dass die Kreisjungtierschau die nötige Tierzahl von mindestens 100 erreichte, wie der Vereinsvorsitzende der Mylauer Rassekaninchenzüchter, Jens Andreae, berichtet. Mit der Kreisjungtierschau eröffneten die Mylauer außerdem den Reigen der Kleintierausstellungen in der Region.


Bereits zum zweiten Mal in Folge organisierten sie diese Schau, die in jeder Hinsicht ungewöhnlich ist. Die Tiere stehen im Freien. Die Käfige sind nach oben abgedeckt. Im Fall eines Regengusses werden die Kaninchen nicht so nass. Andreae: "Wir machen das schon seit Jahren so. Meistens hatten wir schönes Wetter. Und wenn es doch mal regnet, macht das den Tieren nichts aus." Selbst der Veterinärmediziner vom Landratsamt, der zur Stippvisite kam, war erstaunt über diese ungewöhnliche Schau, hatte aber nichts auszusetzen, berichtet der Vereinsvorsitzende.

Weil der Rassekaninchenzüchterverein die Kreisjungtierschau gleich noch mit dem Sommerfest des Vereins verbindet und damit das Vereinsgelände und das Ausstellungsgelände zum großen Festgelände unter freiem Himmel zusammenwachsen, hält die Schau ihre Türen am Samstag bis Mitternacht geöffnet. Die Kaninchen sind somit Teil eines großen, idyllischen Festgeländes, umrahmt von hohen Bäumen. Eine Gartenterrasse vor dem Vereinslokal lädt zum Verweilen ein. Kinder spielen auf der Wiese oder toben auf der Hüpfburg. Fast kommt ein bisschen Urlaubsstimmung in dem von einer Kleingartenanlage umgebenen, autofreien Gelände an der Kiesgrube auf.

Die Jungtierschau ist für die Züchter ein erster Richtungsweiser, welche Kaninchen sich möglicherweise zu einem wertvollen Zuchttier entwickeln könnten. "Die Jungtiere stecken noch mitten im Wachstum. Manche sind erst im Mai geboren. Voll entwickelt ist so ein Kaninchen etwa im Alter von acht Monaten. Das ist von Rasse zu Rasse unterschiedlich. Deshalb wiegen die Zuchtrichter die Tiere auch nicht", berichtet Andreae. Die am besten bewerteten Tiere merken sich ihre Züchter gleich für die nächsten Ausstellungen vor. Zwischen vier und acht Jungtieren bringe jeder Züchter mit zur Schau. Trotzdem ist es für den Mylauer Verein nicht einfach, eine Kreisschau mit ausreichend Tieren zu bestücken. "Die Züchter werden weniger. Früher haben wir allein mit unseren Mitgliedern 100 Tiere ausgestellt. Jetzt ist das die Zahl für eine Kreisschau. Dabei bekommen wir auch noch Unterstützung von den Rodewischern", berichtet der Vereinsvorsitzende von den Problemen, vor denen die Kreisverbände stehen.

Die Rodewischer kommen jedoch gern nach Mylau. "Wir sind befreundet und unterstützen uns gegenseitig und es ist doch auch sehr schön hier", kann Doreen Wolf aus dem benachbarten Verein der Zusammenarbeit nur Gutes abgewinnen.

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