Zugausfälle: Zweckverband kritisiert Vogtlandbahn

Fahrgastverband Pro Bahn mahnt außerdem bessere Planung an

Auerbach/Neumark.

Der Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (ZVV) hat sich nun doch zu den Problemen der Vogtlandbahn zwischen Falkenstein und Plauen geäußert. Wegen technischer Engpässe verkehren zwischen den beiden Städten zum Teil Busse statt Züge. Als Grund nennt die Vogtlandbahn die anstehende Hauptuntersuchung an Triebwagen sowie Probleme bei der Ersatzteilbeschaffung. "Der ZVV ist mit der derzeitigen Leistungserbringung des Vertragspartners nicht zufrieden", teilte Geschäftsführer Michael Barth mit. Es habe auch bereits mehrere Gespräche auf Arbeitsebene gegeben. In der nächsten Woche sei beispielsweise der Geschäftsführer der Länderbahn - das überregionale Verkehrsunternehmen betreibt unter anderem die Vogtlandbahn - zum Gespräch eingeladen.

"Seitens der Länderbahn wurde anscheinend der Zustand der seit Fahrplanwechsel zurückgekommenen Fahrzeuge falsch eingeschätzt", so Barth. "Diese haben derzeit einen erhöhten Wartungsstau, welcher nun abgearbeitet werden muss." Man werde weiter auf Lösungen drängen.

Auch der Fahrgastverband Pro Bahn übt mittlerweile Kritik an der Länderbahn. "Wir sind der Meinung, dass eine Ersatzteillieferung für einen Triebwagen zwar länger dauern kann als erwartet", räumte Bertram Zetzsche ein, Schatzmeister des Landesverbands Mitteldeutschland. Fährt dann jedoch fort: "Aber es müsste doch im Rahmen der Dachgesellschaft ,Länderbahn' möglich sein, Ersatzfahrzeuge zu beschaffen beziehungsweise vorzuhalten. Mit einer entsprechenden Planung von Reserven sollte das eigentlich funktionieren."

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