Vor 2022 ist mit einer Sporthalle nicht zu rechnen

Niederwiesa gibt in dieser Woche die Bauunterlagen fürs Großprojekt an die Auftragsberatungsstelle Sachsen

Niederwiesa.

Der Baustart für die Sporthalle in Niederwiesa wird sich weiter hinziehen. Zur Gemeinderatssitzung am Mittwochabend hatte Steffen Funke, der jahrzehntelang als Handballer aktiv war und jetzt noch als Nachwuchstrainer beim SV Grün-Weiß Niederwiesa ehrenamtlich tätig ist, in der Bürgerfragestunde nach dem aktuellen Stand des Projekts gefragt. Dabei wurde klar, dass die Gemeinde die Großinvestition weiterhin verfolgt, die Vorbereitungen dazu aber Zeit in Anspruch nehmen.

"Wir werden noch in dieser Woche alle Unterlagen bei der Auftragsberatungsstelle Sachsen einreichen, um die Ausschreibung vorbereiten zu lassen. Diese muss aber aufgrund der Höhe der Investitionssumme europaweit erfolgen", erklärte Bauamtsleiter Lars Schuster. Doch allein das Ausschreibungsprozedere werde nach Schusters Ansicht mehr als drei Monate in Anspruch nehmen. "Dann müssen wir dem Planer mindestens ein Vierteljahr Luft lassen, damit er belastbare Zahlen errechnen kann. Somit gehe ich davon aus, dass wir im Frühjahr 2021 wissen, was uns finanziell tatsächlich erwartet."

Anschließend könne der Gemeinderat entscheiden: Sollte dann ein Votum pro Neubau fallen, ist davon auszugehen, dass vor 2022 nicht mit einer Einweihung zu rechnen ist. Nach der ersten Kostenrechnung müssen für den Neubau 4,2 Millionen Euro eingeplant werden. Der Fördermittelbescheid über 40 Prozent der Baukosten sowie eine Baugenehmigung liegen vor. (kbe)

 

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