VW Sachsen: Großteil der Mitarbeiter in Kurzarbeit

Chemnitz (dpa/sn) - In den drei sächsischen VW-Werken in Dresden, Zwickau und Chemnitz stehen die Bänder wie im gesamten Bereich der Kernmarke Volkswagen bis mindestens 19. April still. Wie ein Sprecher von VW Sachsen am Mittwoch auf Anfrage mitteilte, befindet sich ein Großteil der Mitarbeiter in Kurzarbeit. Um wie viele es sich dabei handelt, gab das Unternehmen nicht bekannt. «Genaue Zahlen nennen wir nicht», erklärte Sprecher Carsten Krebs.

VW hatte am Vortag die seit 17. März bestehende Werksschließung um zehn Tage bis zum 19. April verlängert. Begründet wurde dies mit «der anhaltend sinkenden Nachfrage nach Fahrzeugen und den weiterhin bestehenden Herausforderungen in der Lieferkette». Durch den Produktionsstopp befinden sich den Angaben zufolge «insgesamt rund 80 000 Mitarbeiter der Volkswagen AG» in Kurzarbeit.

VW in Sachsen hat in der Gläsernen Manufaktur in Dresden, dem Auto-Werk in Zwickau sowie dem Motorenwerk in Chemnitz rund 10 000 Angestellte. «Mehrere hundert Mitarbeiter arbeiten an allen drei Standorten im Homeoffice», teilte das Unternehmen mit. Zudem liefen diverse Instandhaltungs- und Wartungsmaßnahmen.

Im Werk in Zwickau, wo im November 2019 die Serienproduktion des E-Autos ID.3 gestartet wurde, werden laut Krebs «einzelne Aktivitäten rund um bereits gefertigte ID.3 und ID.4 vorangetrieben». Im Februar hatte das Unternehmen angekündigt, dass ab Mitte März Mitarbeiter Testfahrten mit dem ID.3 durchführen sollten. Damit solle das erste vollelektrische Fahrzeug vor dem offiziellen Verkaufsstart unter realen Bedingungen nochmals auf Herz und Nieren geprüft werden, hatte Krebs erklärt.


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7Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    2
    Zeitungss
    22.04.2020

    Äußerst merkwürdig, keiner kann, will oder darf. Zweite Möglichkeit, die Antwort ist aus irgend welchen Gründen nicht angekommen, was nicht aus de Luft gegriffen ist.

  • 1
    3
    Zeitungss
    20.04.2020

    Nur einmal so zur Erinnerung. Keine Antwort ist auch eine. Deshalb noch einmal meine Frage, wie sieht es aus mit der neuen Wunderwaffe (ID3) aus Mosel aus ??? Ich frage eben gerne einmal nach, wenn Antworten Mangelware ist, zumal gerade dieses nicht gewollt ist. Erfolgsmeldungen lassen sich nun einmal besser unters Volk bringen.

  • 2
    2
    Zeitungss
    16.04.2020

    Bevor ich belehrt werde, die ZDF-Spätnachrichten sprachen dagegen auch von Sachsen.

  • 1
    2
    Zeitungss
    15.04.2020

    In den 19.00 Uhr Nachrichten auf HR1 gab es eine Meldung zur zukünftigen Produktionsaufnahme in den VW-Werken. Von VW-Sachsen war allerdings in dieser Aufstellung nichts zu hören.

  • 2
    3
    Zeitungss
    14.04.2020

    Nun gut, unterliegt der Schweigepflicht. Ganz so dicht ist die "Absperrvorrichtung" um Mosel allerdings auch nicht.

  • 5
    4
    Zeitungss
    13.04.2020

    Die bisher produzierten Elektrovehikel haben es nur bis zum Abstellplatz geschafft, Corona kommt da gerade recht, immerhin warten schon 33000 Kunden auf ihre Neuanschaffung. Auch bei intensiver Suche konnte ich noch keinen ID.3 entdecken, was natürlich an meiner Brille liegen kann, welche vor dem Verkauf auch nicht vom Personal getestet wurde ob sie funktioniert.
    Also liebe VWer, mal die Karten auf den Tisch.

  • 8
    0
    1005
    13.04.2020

    Die Mitarbeiter von VW können das locker verkraften,bei den Zuliefereren wird es kompliziert und den Nachfolgenden geht es ans Eingemachte.