Wanderer wegen Verstoß gegen Infektionsschutz gestoppt

Rechenberg-Bienenmühle (dpa/sn) - Zwei Wanderer haben sich im Osterzgebirge Anzeigen wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz eingehandelt. Die beiden 21 und 29 Jahre alten Männer wurden am Dienstag in Rechenberg-Bienenmühle von der Polizei gestoppt. Sie waren mit dem Zug von Dresden nach Altenberg gefahren und dann gewandert, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Die Beamten stuften das als Verstoß gegen die Allgemeinverfügung zur Corona-Eindämmung ein. Diese gestattet Sport und Bewegung - allerdings nur im unmittelbaren Wohnumfeld. Die beiden Männer mussten umgehend die Heimreise nach Dresden antreten.


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4Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    0
    Hinterfragt
    03.04.2020

    Wenn man sich überlegt, welch groteske Gesetze gemacht werden um Dinge festzulegen und hier schafft man einfach keine klaren Aussagen, welche für alle rechtssicher anzuwenden sind.

    Beispiel gefällig?
    https://www.bz-berlin.de/artikel-archiv/fischstaebchen-haben-feste-mae

  • 6
    0
    Hinterfragt
    02.04.2020

    Nun @Pixelghost; Sie hatten es ja schon mehrfach erwähnt, dass Sie in C-Markersdorf wohnen.
    Schön, dass Ihnen der Spaziergang ganz ohne Stadtpark reicht.
    Es soll aber auch Bürger und Bürgerinnen geben, die nicht in C-Markersdorf wohnen und die gern auch mal etwas im Grünen spazieren gehen würden.
    zudem gibt es auch welche die sich sportlich betätigen wollen und da wäre es schon interessant zu wissen ob man im übertrgenen Sinn nur um den Block laufen/ radfahren darf.

  • 0
    6
    Pixelghost
    02.04.2020

    Was muss man das festlegen? Genügt nicht der einfache Menschenverstand?

    Sein Auto will jeder im UNMITTELBAREN Wohnumfeld parken, also sicher nicht in Rechenberg-Bienenmühle, wenn man in Dresden wohnt, oder?

    Einfaches Beispiel:
    Chemnitz-Markersdorf ist gut bewohnt. Wenn ich in diesem Gebiet unterwegs bin, kann ich definitiv weit genug weg von jeglichen Personen laufen und zudem lang genug unterwegs sein, um frische Luft zu haben und niemand wird etwas dagegen sagen können.
    Da muss ich nicht mal in den Stadtpark, der 700 Luftlinie entfernt ist.

    WO IST DAS PROBLEM?

  • 10
    0
    Hinterfragt
    02.04.2020

    Das diese beiden durch die extra Fahrt verstoßen haben ist nicht strittig - ABER, wann wird denn nun endlich mal GENAU festgelegt, was zum UNMITTELBAREN WOHNUMFELD gehört?
    Ist es wirklich so schwer für den Amtsschimmel eine GENAUE Definition festzulegen und vor allem rechtssicher zu veröffentlichen?
    Diese derzeitigen "Gummianornungen" sind der Sache wenig dienlich!