Warum auf dem Kaßberg der Leerstand zunimmt

Der bevölkerungsreichste Stadtteil gilt als gute Wohnlage. Trotzdem häufen sich die Schilder mit der Aufschrift "zu vermieten". Dabei ist die Quote, mit der Leerstand angegeben wird, zumindest rein statistisch gesunken.

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1212 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    2
    Interessierte
    09.05.2020

    Übrigens , die neuen Häuser mit den integrierten Tiefgaragen und den überdimensionalen Balkonen haben aber auch kein ´denkmalgerechten` Fassaden …
    Und was wird denn wohl mal mit der "Doppelhauslücke" auf dem Zöllnerplatz werden , ob da wohl auch ein Tiefgaragenhaus mit Balkonen und Dachterrassen hinkommen wird ?
    Und was wird denn mal mit 2-3 Häusern gegenüber , die seit Jahrzehnten verfallen , werden die bald abgerissen - neben dem modernen Sparkassenbau ?

  • 0
    1
    Interessierte
    09.05.2020

    Das wußte ich nicht , dass dieses Nebengebäude auch als "Parkhaus" genutzt wurde .

    Und warum nicht an bestimmten Ecken oder Lücken "Parkhäuser" mit einer angemessenen ( denkmalgerechten) Fassade , das würde den Zuzug optimieren … ?

    Und dass die ´grünen´ Hinterhöfe ( teils) zu Parkflächen umgewandelt wurden , ist schon auch ein Verbrechen …
    Auch auf ´einfachen` Spielplätzen in den Wohngebieten wurden Parkplätze für die neu ansässigen Westbüro-Mitarbeiter geschaffen , damit zumindest die - ihr Auto abstellen können … wenn sie nicht bebaut wurden oder teils die Häuser nun auch wieder verfallen …

  • 2
    1
    Deluxe
    08.05.2020

    Ich möchte meine Kindheit auf dem Kaßberg nicht missen. Besonders den Teil in der DDR-Zeit. Als dort noch ein gesunder sozialer Mix wohnte, Menschen aller Art vom Arbeiter über den Lehrer, Wissenschaftler bis zum Künstler oder Dissidenten. Das waren wunderbare Jahre, auch wenn die Bausubstanz teilweise in schlimmem Zustand war.
    Autos standen da auch schon in großen Mengen an den Straßenrändern, aber bei weitem nicht in dem Maße wie heute. 12 Schuljahre in der Andreschule, wir spielten in den Karrees und kannten jeden Stein.
    Das möchte ich rückblickend alles nicht missen.

    Und trotzdem möchte ich unter den heutigen Verhältnissen nie, niemals wieder dort wohnen müssen. Da nützen auch die wunderbar und komfortabel sanierten Häuser nichts.
    Um keinen Preis wieder auf den Kaßberg.
    Aus ganz unterschiedlichen Gründen...die Autos sind einer, die soziale Zusammensetzung der Bevölkerung ein weiterer. Und da gibt es noch mehr...

  • 2
    2
    Steuerzahler
    08.05.2020

    @d0m1ng024 :“Funktionell ist eben nur, steriles, unschönes Gebäude, aber dafür statt Keller eine Tiefgarage.„ Wollen Sie damit sagen, dass es unmöglich ist, in Baulücken angepasste, funktionelle und ansehnliche Parkhäuser zu schaffen oder schöne, ansehnliche Häuser mit Tiefgarage und Abstellmöglichkeiten zu bauen? M. E. liegt das Problem nur am Wollen der Bauherren wegen des Aufwandes und der zu erzielenden Einnahmen und der Nachgiebigkeit (Und auch Verflechtung?) der Administration. Es gibt auf dem Kaßberg z. B. Altbauten, wo das Problem zufriedenstellend gelöst wurde.

  • 5
    0
    d0m1ng024
    08.05.2020

    Solche Probleme kann man mit zahlreichen Tiefgaragen in den Wohnhäusern unterbinden. In Westdeutschland sind sehr viele ältere Wohnhäuser (30 Jahre) überhaupt nicht anschaulich, eher abstoßend häßlich, aber die haben Tiefgaragen. Weil deren Baustruktur es zulässt.

    Kaßberg jedoch ist das größte Gründerzeitviertel Europas. Dessen Nachteil ist es, nachträglich in die Wohnhäuser Tiefgaragen zu integrieren. Die Häuser sind zwar in ihrer Bauweise alle schön und einzigartig, aber die Struktur lässt es einfach nicht zu, Tiefgaragen darin zu integrieren.

    Das selbe Problem hat auch Dresden Neustadt. Die Wohnhäuser sind ähnlich wie die vom Kassberg. Aber die Parkplatznot ist dort genauso... eigentlich fast noch schlimmer.
    Auch dort ist es schier unmöglich, nachträglich Tiefgaragen in die Wohnhäuser zu bauen.

    Funktionell ist eben nur, steriles, unschönes Gebäude, aber dafür statt Keller eine Tiefgarage.

  • 3
    6
    franzudo2013
    07.05.2020

    Wo ist das Geld für die abgelösten Stellplätze ? Was hat die Stadtverwaltung damit gemacht ? 30 Jahre kassieren und nichts investieren. Kann nicht jeder.
    Es wurden Bebauungspläne zum Schutz der Innenhöfe aufgestellt. Hat mal jemand geprüft, wo es Lösungsmöglichkeiten für das Parken gibt ?
    Waren die Bebauungspläne so ein grünes Projekt wie die "Energiewende" ? Danke für nichts.

  • 13
    0
    hkremss
    07.05.2020

    Die zuletzt neu gebauten Häuser haben in der Regel eigene Stellplätze bzw. Tiefgaragen, die sind also weniger das Problem. Das Parkplatzproblem ist darüber hinaus nicht neu, sondern existiert schon länger, vor allem im hinteren und nördlichen Teil des Kaßbergs, trotzdem sind die Leute hingezogen. Richtig ist, dass zum Teil kleine und mittlere Altbauwohnungen leer stehen, Erdgeschoss-Wohnungen mit Nord-Balkon oder Wohnungen, die Anfang der 90er lieblos saniert und geteilt wurden und jetzt im Grunde schon wieder renovierungsbedürftig sind. Große Wohnungen oder schön sanierte Wohnungen mit Zugang zu grünen Innenhöfen stehen nicht leer. Man sollte das nicht dramatisieren. Da gibt es Stadtviertel mit ganz anderen Problemen.

  • 18
    4
    DS91
    07.05.2020

    Stellen Sie sich doch mal alle vor, die Lücken wären mit Parkhäuser bebaut... was für furchtbarer Anblick wäre dies wohl. (Kaßberg = Flächendenkmal)
    Wer im Urbanen Altbaugebiet wohnen möchte muss damit rechnen nur schwer ein Parkplatz zu finden. So ist es in JEDER Stadt auch also nix Ungewöhnliches.

  • 6
    5
    Grizzlybär
    07.05.2020

    "Interessierte" Parkhäuser werden für Investoren nicht lukrativ genug sein, sonst wäre dies schon längst geschehen. Es wird auf dem Kaßberg kaum jemand dazu in der Lage bzw. bereit dazu sein jeden Monat 100 EURO und mehr für einen Parkhausstellplatz zu bezahlen. Darunter wird sich so eine Investition auch langfristig vermutlich nicht rechnen.

  • 12
    1
    Ramomba
    07.05.2020

    @Interessierte
    Ja, auch Möbelhaus, aber auch Museum:
    https://technikmuseen-deutschland.de/listing/hochgarage-museum-fuer-saechsische-fahrzeuge-chemnitz

  • 9
    9
    Interessierte
    07.05.2020

    Das versteht kein Mensch , dass man in diesem dicht bebauten Gebiet noch mehr Wohnhäuser in die Lücken baut , anstatt dass man "Parkhäuser" dazwischen baut , wie es im Westen üblich ist , was ich schon gesehen habe …

    Aber die "Hochgarage" ist heute kein Museum , sondern ein Möbelhaus …
    Ansonsten war diese aber auch ein bißchen weit weg …
    https://www.moebelladen-chemnitz.de/

  • 32
    4
    Ramomba
    07.05.2020

    Der Kaßberg ist fraglos ein sehr beliebtes Wohngebiet! Warum? Er ist halt „in“. Eigentlich ist es auch wunderbar hier zu wohnen. Es gibt viel Grün, die alten Häuser vermitteln eine angenehme Art der Geborgenheit. Die begrünten Hinterhöfe haben eine hohe Aufenthaltsqualität. Die sehr unterschiedlichen Wohnungsschnitte erfüllen individuelle Ansprüche. ABER: Das Parkplatzproblem ist ein echt nerviges und würde mich abschrecken, hier her zu ziehen. Durch die sehr dichte Bebauung und die vielen Mietparteien in den Häusern sowie die Tatsache, dass die meisten Familien mehr als ein Auto besitzen bzw. nutzen, zeigt sich folgende Differenz: Dieses Viertel entstand zu einer Zeit, in denen Pkws ein Luxusgut waren. Das Abstellen der eigenen Autos am Haus war hier nicht eingeplant. Wohl aber etwas viel Besseres: Die Idee, die stinkenden und lauten Fahrzeuge hier aus dem Wohngebiet herauszuhalten. So entstand am Fuße des Kaßbergs eine der ersten modernen Hochgaragen Deutschlands. Die ist heute: Ein Museum. Und die Autos stehen wo: Dicht an dicht auf dem Kaßberg, oft sogar zum Teil auch auf Fußwegen und noch viel schlimmer: In den herrlichen Hinterhöfen. Das toll zu finden und befördern zu wollen, damit noch mehr Autofahrer hierherziehen – erschreckend natur-, klima und familienunfreudlich. Diese Hinterhöfe dienen mit ihrem dichten Baumbestand der Erfrischung im heißen Sommer und für Kinder und Familien sind sie ein herrlich geschützter Ort zum Spielen, Treffen. Das Parkproblem muss gelöst werden, aber nicht zuungunsten sinnvollerer Vorzüge, die dieses Wohngebiet hat. Carsharing, bessere ÖPNV-Anbindung, mehr Handel (hier ist der südliche Teil des Kaßbergs ziemlich schlecht bestückt) und vielleicht mal Umdenken (wofür haben wir Beine, Füße …) könnten ein Angebot sein.