Warum das Ordnungsamt nach anderen Blitzer-Standorten sucht

Fest installierte Anlagen bringen immer weniger Bußgelder ein. Die Stadt will das ändern - und setzt auf Alternativen.

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1010 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    0
    Steuerzahler
    09.01.2019

    Laut ständiger Beteuerung der Kommune wird dort geblitzt, wo es die Verkehrssicherheit erfordert. Das wäre auch vollkommen richtig so! Wer aber soll das noch glauben, wenn die neuen Blitzerstandorte mit der Maßgabe gesucht werden, dass möglichst viel Einnahmen generiert werden. Damit verliert die Verwaltung jede Akzeptanz! Die StVO ist dazu da, den Straßenverkehr zu regeln und die Bürger vor Gefahren zu schützen. Nicht um der Verwaltung Einnahmen zum beliebigen Verbrauch zu generieren. Deshalb: Blitzer dort wo eine Gefährdung vorliegt und so viele, wie an solchen Stellen nötig sind! Alles andere ist nur organisierte Abzocke.

  • 4
    0
    Pixelghost
    08.01.2019

    @Deluxe, der von Ihnen genannte Blitzer ist auch noch in einer anderen Situation gut beschreibbar:

    Benutzer der linken Fahrspur bremsen von ca. 80/90 runter auf 70, um nicht geblitzt zu werden. Dann geben sie Gas, um vor der Abfahrt zur Zschopauer Straße noch schnell von ganz links nach ganz rechts in die Abfahrt zu wechseln.

    Das kann man ja mal ne Weile mit 100 km/h austesten. Wer bleibt dabei auf der Strecke?

    Und auf der anderen Seite - an der Auffahrt aus Richtung Annaberger Straße Polizeirevier SüdWest - kann man das mit der 100 ja auch mal probieren, wenn jemand von ganz links die Rampe hochkommt und dann Richtung Kaufland auf eine der beiden linksabbiegenden Fahrspuren muss...
    Da kommen einige ja schon jetzt mit 80/90 die Südring runter.

    Es waren beide meine täglichen Wege zum Dienst.

  • 10
    0
    Deluxe
    08.01.2019

    Mein Lieblingsblitzer ist der auf dem Südring zwischen Bernsdorfer und Zschopauer Straße.
    Dort sind 70km/h erlaubt. Kurz vorm Blitzer bremsen viele Autofahrer bis auf unter 50km/h runter und verursachen den schönsten Stau bis hin zu Auffahrunfällen, wo beides überhaupt nicht sein müßte.

    Dieser Blitzer ist ein Paradebeispiel dafür, daß es nicht um Sicherheit, sondern nur ums Geld geht. Denn die Straße wäre (theoretisch) selbst bei 100km/h problemlos befahrbar.

    Leider begreifen die Leute (auffallend oft ältere Fahrer) nicht, daß es keine Bonuspunkte und keine Belobigungen für zu langsames Fahren gibt. Und daß man mit Tempo 70 auf dem Südring auch dann nicht geblitzt wird, wenn man ungebremst am Blitzer vorbeifährt.

  • 8
    1
    CPärchen
    08.01.2019

    Mich ärgert es sehr, wenn die innerliche Motivation für die Blitzer die Einnahmen sind, denn dann stelle ich sie nicht an Stellen auf, wo es den größtmöglichen Sicherheitsgewinn bringt (z.B. Altenheim).

    Und natürlich "erhoffte sich Ordnungsbürgermeister Runkel 220.000€". Wie kann man in seiner Position enttäuscht sein, wenn zu viele ordentlich fahren? Komplett falsche Einstellung. Der muss eindeutig weg!

  • 6
    3
    cn3boj00
    08.01.2019

    Zunächst sollen Blitzer die Leute ja zur Vernunft bringen, statt Geld einzuspielen. Stationäre Blitzer haben den Nachteil, irgendwann kennt sie fast jeder, dann wird gebremst, teilweise runter auf 35, und dann wieder Gas gegeben. Deshalb wäre ein Umsetzen alle 2 Jahre sinnvoll. Oder eben immer neue dazu, vielleicht könnte es ja auch billiger gehen als mit den Edelstahl-Protzgeräten. Erst wenn in jeder Straße ein Blitzer steht kommen die Leute ja zur Vernunft. Um das Sinnvolle mit dem Nützlichen zu verbinden sollten auch die Bußgelder verdoppelt werden, bei 15 Euro macht sich doch keiner ernsthaft mehr Gedanken.
    Der wohl beste Standort wäre auf der Leipziger Straße auf der Autobahnbrücke. Oder kennt jemand jemanden der dort 50 fährt?
    In Österreich z.B. ist das Netz an Blitzern deutlich dichter. Und es gibt die Abschnittsüberwachung auf den Autobahnen, sehr sinnvoll.

  • 12
    7
    Pedaleur
    08.01.2019

    Ich habe kein Problem damit, dass die Stadt auf diese Weise Geld einnimmt und es in die vielen kommunalen Aufgaben steckt. Zu schnell Fahren ist Vorsatz. Rot evtl. nicht immer, grob fahrlässig allemal. Was die Ahnung von Verstößen mit Raubrittertum zu tun hat, mag sich mir nicht erschließen. Vor Schulen und Kitas kann man ja extra noch blitzen ;)

  • 6
    2
    fnor
    08.01.2019

    Ich hätte da noch einen Vorschlag für einen Ampel-Blitzer: Die Linksabbiegespur von der Neefestraße stadteinwärts auf die Jaenickestraße. Da passen gefühlt immer noch 2,36 Fahrzeuge bei Rot drüber. Auch wenn man auf der Nebenstraße schon losfährt, kommt öfter noch einer um die Ecke geschossen. Angeblich gab es früher dort schon einen Rot-Blitzer. Vermutlich waren die Einnahmen zu gering und er wurde abgebaut. Kann man nur hoffen, dass dort, wo Blitzer wegen der wenigen Verstöße abgebaut werden, danach die Probleme nicht wieder zunehmen. Wäre es nicht toll, wenn das Ordnungsamt anders argumentiert: "Früher gab es viele Unfälle an der Stelle, jetzt nicht mehr. Selbst der Blitzer rentiert sich nicht mehr. Genau deswegen lassen wir ihn dort stehen, damit diese positive Wirkung anhält."

  • 14
    6
    Pixelghost
    08.01.2019

    Mit welche Recht wird zu schnell gefahren, egal wo?

  • 20
    5
    derBuerger
    08.01.2019

    Das ist jetzt wieder mal typischfür den Beamtensumpf in Chemnitz! Der Bürger wird nicht als König Kunde sondern nur als Melkvieh angesehen. Blitzer und Busgelder sollen als Mittel zur Verkehrssicherheit dienen und nur sekundär den "Raubrittern"!
    Bltzt mehr vor Schulen und Kitas, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen!

  • 28
    3
    524989
    08.01.2019

    Hört, hört! Das sind doch erfreuliche Nachrichten, dass die Blitzer die Wirkung zeigen, warum sie aufgestellt wurden: dass sich Autofahrer an die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten der STVO halten. Ich falle vom Glauben ab, wenn doch die Geldeinnahme im Mittelpunkt des städtischen Interesses stehen sollte!