Warum viele Ostdeutsche nichts gegen Trumps Abzugsplan haben

Trumps Ankündigung, die US-Truppen in Deutschland um 9500 Soldaten zu reduzieren, geht Linke- Politiker Gregor Gysi nicht weit genug. Im politischen Berlin steht er damit aber ziemlich allein.

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12Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 5
    2
    Freigeist14
    23.06.2020

    Heute konnte man noch einen General a. D. ins Blatt hieven ,der seine Sorgen und Ängste zur Schwächung des Verbündeten in Washington mitteilen darf . Mit Rührung und Sorge , das meine Schutzmacht geschwächt werden könnte , nehme ich meine unverfrorenen Worte zurück und verurteile die fahrlässigen Forderungen Gregor Gysis .

  • 10
    3
    Freigeist14
    22.06.2020

    acals@ ihre penetrante ungefragte Duzerei gegenüber politischen Gegnern macht diese Leute dennoch nicht kleiner um selber größer zu sein . Das Leute wie Gregor Gysi die PDS über die Zeiten rettete , werden Sie nie verzeihen können . Zum eigentlichen Thema - Abzug der US-Amerikaner - kein Wort .

  • 6
    0
    klapa
    22.06.2020

    Volle Zustimmung, Hankman.

  • 14
    1
    Hankman
    22.06.2020

    Mag schon sein, dass wir im Osten mit Russland besonders nachsichtig sind. Wir haben das so gelernt: Die Sowjetunion (zu der übrigens nicht nur Russland gehörte), das sind die Guten, die stehen für den Frieden ein und wollen unser Bestes. Auch wenn wir mit den Jahren immer mehr erfahren haben, das diesem Bild Kratzer zugefügt hat, bleibt ein Rest Zutrauen und Verständnis. Ja, die SU hat in Afghanistan Krieg geführt, Russland hat die Krim annektiert, mischt in der Ostukraine und Georgien militärisch mit. Russland betreibt eine aggressive Außenpolitik in dem Gebiet, das es als seine Einfluss- oder Interessenssphäre sieht – also im Wesentlichen im Gebiet der einstigen Sowjetunion. Vieles, was das Land tut, ist nach moralischen Maßstäben inakzeptabel. Aber wir versuchen, die Motivation zu verstehen, die dahintersteckt. Ein Teil von uns glaubt immer noch an den „großen Bruder“, trotz allem. Und oft haben wir damit ein bisschen Recht.

    Im Westen ist das ähnlich, wenngleich unter anderen Vorzeichen. Dort haben die Menschen gelernt: Die USA, das sind die Guten, die stehen für Frieden und Freiheit ein und beschützen uns. Sie wollen unser Bestes. Auch wenn die Westdeutschen heute vieles wissen, das an diesem Bild kratzt, bleibt ein gewisses Urvertrauen. Die USA haben in Korea, Vietnam, in Afghanistan und zweimal im Irak Krieg geführt und in einer ganzen Reihe weiterer unerklärter Kriege gekämpft oder die Strippen gezogen. Sie haben immer wieder diktatorische Regimes unterstützt. Sie betreiben eine aggressive Außenpolitik überall dort, wo sie ihre Interessen berührt sehen – praktisch weltweit. Vieles, was die USA tun, ist inakzeptabel und moralisch fragwürdig. Aber die Westdeutschen versuchen, die Motivation zu verstehen, die dahintersteckt. Und auch sie glauben trotz allem noch immer an ihren „großen Bruder“, der zu den Guten gehört. Und so ganz falsch liegen sie damit oftmals auch nicht.

    Wir sollten uns ehrlich machen, Ost- wie Westdeutsche, und unser Urvertrauen, unseren Glauben, unsere Sympathien hinterfragen. Wir sollten unsere „großen Brüder“ nicht verdammen, sie aber auch nicht auf einen Sockel stellen. Wir sollten uns bewusst machen, welche Interessen sie haben und warum sie dieses oder jenes tun. Wir sollten sie so sehen, wie sie sind, ohne Heiligenschein, mit ihren Stärken und Schwächen. Ja, das ist ein wenig wie die Vertreibung aus dem Paradies – denn man lehnt sich gern bei jemandem an, dem man vertraut; man wäre so gern auf der Seite der Guten und Starken. Aber das einfache Schema von Gut und Böse, Schwarz und Weiß taugt nicht dafür, die moderne Welt zu verstehen. Es ist Selbstbetrug.

  • 12
    3
    klapa
    22.06.2020

    Sie gehören für mich zu denjenigen, die eine Meinung nicht nur in einem Satz vertreten, hkremss, sonder etwas mehr dazu sagen.

    Woher nehmen Sie aber die Behauptung, dass Gysi nur eine ‚vermeintliche’ Meinung der Ostdeutschen vertritt. Sind Sie Ostdeutscher? Ich frage, um Sie besser verstehen zu können.

    Ist es nicht so, dass der ‚kleine Mann’, ob Normalbürger oder Soldat immer die Konsequenzen für verfehlte Innen- oder Außenpolitik auszubaden hat?

    Ist es nicht eine Tatsache, dass D seine Verpflichtungen gegenüber der Nato, obwohl mehrfach versprochen, seit Jahren nicht erfüllt, (wogegen ich im Übrigen nichts einzuwenden habe)?

    Die Sicherheit Europas an 9.500 amerikanischen Soldaten festmachen zu wollen – ist das nicht ein wenig lächerlich?

  • 4
    12
    acals
    22.06.2020

    Der Gregor wird sich über Ihren Kommentar, hkremmss, sicherlich freuen.

    Ich meine das er gut dampfplaudern kann (wobei ich mich auf Sodann und seine Meinung zu Gregors Büchern beziehe).

    Mag sogar sein das Gregor tagesaktuell gut erkennen kann - nur findet das halt bei ihm keine nachhaltigkeit. Wie kann ich sonst in eine partei eintreten, die 1953 hundertfach abknallen läßt, 1961 einzäunt und seitdem beim verlassen in den rückenschiessen liess - und dennoch vollmundig Schlussakte von Helsinki usw usf

    Gregor reagiert als Narziss extrem empfindlich wenn er einen Spiegel vorgehalten bekommt - sein schweigen zu obigen disqualifiziert ihn eh für größere Belange als seine Eitelkeit zu sprechen.

  • 10
    7
    Freigeist14
    22.06.2020

    "Ich höre jemanden im Kreml Beifall klatschen " . Das scheint Ihre einzige Sorge zu sein , hkrems@ . Jetzt bin ich aber überrascht : "Man darf durchaus kritisch mit der Außenpolitik der USA sein (...) " . Das Sie sich mal nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen ...........

  • 9
    5
    hkremss
    22.06.2020

    Werner Schulz hat recht. Es gibt keinen Grund sich über die amerikanischen Soldaten in Deutschland zu echauffieren, es sei denn man hat ganz grundsätzlich ein Problem mit den USA. Dass Gysi diese Stimmung vertritt und sich hier als Wortführer einer vermeintlichen Mehrheit der Ostdeutschen darstellt, ist nicht verwunderlich. Er ist ein Meister im Erkennen und Pointieren tagesaktuell populärer Standpunkte. Man darf durchaus kritisch mit der Außenpolitik der USA sein, es ist ja nicht so, dass in der Vergangenheit nichts falsch oder gar schrecklich falsch gelaufen wäre. Dies aber an der Präsenz der Soldaten in Deutschland fest zu machen ist albern, so etwas klärt man auf politischer Ebene, denn dort wurden und werden auch die Fehler gemacht. Trump behauptet, die Truppenpräsenz in Deutschland zu reduzieren, sei eine Strafmaßnahme für zu geringe Verteidigungsausgaben. Das ist es aber nicht wirklich, vielmehr ist ihm Deutschland und die NATO ziemlich egal, Europa als Institution nimmt er nicht ernst. Ihm geht es ausschließlich um sich selbst und seinen politischen Vorteil. Die Verteidigung Europas ist für ihn einfach ein 'schlechter Deal'. Vielleicht wird man 9500 Soldaten aus Deutschland abziehen. Sehr unwahrscheinlich ist jedoch, dass man sie dauerhaft in Osteuropa stationieren wird, inklusive aller Infrastruktur, die neu zu schaffen wäre. Man wird also über kurz oder lang 9500 Soldaten aus Europa abziehen. Ich höre da jemanden im Kreml laut Beifall klatschen.

  • 12
    8
    Freigeist14
    22.06.2020

    Es ist natürlich ein Zufall ,daß so ein Artikel am Tag der Abrüstungsgespräche zwischen Trump und Putin erscheint und heute vor 79 Jahren der deutsche Überfall auf die Sowjetunion begann . Das Herr Schulz im Geschichtsunterricht geschlafen hat , bewies er 2014 in diversen TV Talk - Runden .

  • 10
    6
    klapa
    22.06.2020

    Herr Lorenz vergaß leider, wie es anlässlich der Erörterung dieses Themas eigentlich ein Muss gewesen wäre, die gesetzliche Grundlage des Aufenthalts ausländischer Truppen auf deutschem Boden zu erwähnen.

    Sie beruht lediglich auf einem Notenaustausch zwischen einigen Regierungen. Dem Bundestag wurde kein Mitspracherecht eingeräumt und er wurde von sich aus auch nicht tätig, wie es ihm zugestanden hätte.

    Soweit zum Verständnis von Verantwortung deutscher Volksverteter für Deutschland.

  • 8
    9
    Freigeist14
    22.06.2020

    Das Ramsteins "Aufgaben " hier nur zum Teil widergegeben werden hat Methode . Die Frage ist eher ,warum haben Politiker neben Gysi ,Wagenknecht oder Münzt
    enich nicht den Verve oder das Rückgrat , die Nachkriegszeit für Deutschland zu beenden . Beschämend .

  • 12
    10
    Freigeist14
    22.06.2020

    Soll der Artikel im Ernst suggerieren , der Wunsch , daß die US-Amerikaner das Land verlassen sollen ,sei ein speziell ostdeutscher Wunsch ? Dem ist mitnichten so . Aber mit dem sonst in der Versenkung verschwundenen Werner Schulz lässt sich der explizit ostdeutsche "Anti-Amerikanismus "vortrefflich behaupten . Dieser Herr steht für die "Grünen " , die ihre pazifistischen Wurzeln komplett über Bord geworfen haben und ein scharfen anti - russischen Ton pflegen . Seine Wortgefechte und Anmaßungen gegenüber Sabine Krone-Schmalz sind unvergessen . Wenn selbst die dutsche Botschafterin in den USA zugibt ,das US-Truppen zuerst ihre eigenen Interessen in Deutschland pflegen kann der ehemalige Bürgerrechtler nicht weiter im unterwürfigen Ton von einer Schutzmacht für die BRD gegen Russland schwadronieren . Gregor Gysi vertritt die Meinung der Mehrheit im Lande