Was Willy Brandt den Karl-Marx-Städtern sagte

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Nach Helmut Kohl hatte auch der damalige Ehrenvorsitzende der SPD 1990 einen Wahlkampfauftritt. In einem Punkt widersprach er dem Kanzler.

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55 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
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    Freigeist14
    09.03.2020

    ChWt@ In der Datsche von Modrow gab es aber kein Feuer- der hatte nämlich gar keine . Und wenn Behauptungen nicht zünden : Ulbricht und Mielke zitieren . Das hilft vielleicht bei Zugereisten . Modrow meinte am 3.12.1989 mit "Schuldige " Namen der alten Nomenklatura ,die dann aus der partei ausgeschlossen wurden , Berghofer ist übrigens ein führender Genossen gewesen ,der unmittelbar aus der SED austrat und in der SPD sein Glück versuchte . Der Runde Tisch war ein gemeinsames Projekt der Modrow-Regierung ,der Bürgerbewegten und der neuen Parteien . Gerd Poppe sagte im Frühsommer 1990 : "Ich war einer der MInister, ,die vom Runden Tisch in diese Übergangsregierung berufen wurden ,und ich muß jetzt einfach noch mal feststellen,der Sachlichkeit halber ,daß die Politik,jedenfalls von dem Zeitpunkt an,wo wir dabei waren,vom 5.Februar an,eindeutig dazu beigetragen hat,die ersten demokratischen Wahlen vom 18.März zu ermöglichen." und kein Bürgerrechtler von Format würde heute diese Zusammenarbeit und den Übergang in die Neue Gesellschaft denunzieren .

  • 0
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    ChWtr
    09.03.2020

    Es ist Fakt, @Freigeist - keine Behauptung!

    Die Schredder und Feuertonnen in den Datschen dieser „Schild und Schwerter Genossen" glühten. Dazu brauchte man genügend Zeit. Modrow hat sein Möglichstes gegeben (…)

    Oder wollen Sie mir etwa die „haltlose Behauptung“ aufdrücken, was Ulbrichts bezügl. einer Pressekonferenz vom 15.06.1961 zum Besten gegeben hat: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!"

    Was nun: Behauptung? oder Fakt!

    Genauso das Gestammel und Gejammere eines gewissen Mielkes: "Ich liebe - Ich liebe doch alle - alle Menschen - Na ich liebe doch - Ich setze mich doch dafür ein."

    Glatte, bodenlose Lüge! / Verlogen - kein Fakt, ebenfalls Behauptung, diesmal von Mielke!

    Übrigens: in einem Krisentreffen am Morgen des 3. Dezember 1989 hat Modrow lt. Berghofer gesagt: "Genossen, wenn wir die Partei retten wollen, brauchen wir Schuldige."
    Auf die Frage, wen er denn meine, habe Modrow geantwortet: "Das Ministerium für Staatssicherheit."
    Daraufhin habe sich Markus Wolf sichtlich erregt eingeschaltet: "Hans, wir - Schild und Schwert der Partei - haben doch nie etwas ohne Befehle von euch gemacht."

    (...)

    Aber der Berghofer, der lügt ja auch - nicht wahr @Freigeist?

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    Freigeist14
    08.03.2020

    "Das Modrow auf Zeit spielte ..." Woher haben Sie diese haltlose Behauptung ChWt@ ? . Übrigens sprach sich der Runde Tisch gegen die Einmischung der BRD-Politiker in den Wahlkampf zur Volkskammer ein . Nach Wochen war davon keine Rede mehr .Der Osten wurde mit Wahlkampfmaterial geflutet und Westpolitiker reisten durchs Land . Auch ein Grund ,warum die Bürgerbewegten unter die Räder kamen .

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    Nixnuzz
    07.03.2020

    @ChWtr: Kleine Ergänzung: Es wurde Tage und Wochenlang von annähernd den selben Personen "verhandelt" - bis zu deren physischen Begrenzung. Spätere Hinweise über diese Abläufe von Verhandlungsteilnehmern ergänzten dieses Manko. Heute ist es sicherlich leichter, Kritik zu üben. Ich bleibe dabei, das erst die nächste, 2. Generation Korrekturen soweit dann noch erforderlich/ rechtlich machbar umsetzen kann.

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    ChWtr
    07.03.2020

    Beide Politiker (Kohl & Brandt) sind Geschichte, ebenfalls die knapp 41 und 22%. Die Bürgerrechtsbewegung Bündnis90 erhielt zur Volkskammerwahl 1990 keine (!) 3% - das sagt alles!

    Die Treuhandanstalt wurde maßgeblich vom Runden Tisch und der Bürgerrechtsbewegung um Bärbel Bohley / Neues Forum bzw. Bündnis90 initiiert. Heute wissen wir, was draus wurde. Denn nach der Wiedervereinigung (Anschluss) wurde eine Postenbesetzung zum Nachteil des ehemaligen Volksvermögen ohne geduldeten Widerspruch vorangetrieben und zu Lasten der hiesigen Bevölkerung vollzogen.

    Hinzu kam, das Modrow auf Zeit spielte. Dieses Zeitspiel nutzte man zur massenhaften Aktenvernichtung und andere "Verschiebungen" (...)

    Die Treuhand sollte ja das Volksvermögen treuhänderisch verwalten - so der Plan, so der damalige Wille, dass von der Volkskammer am 17. Juni (!) 1990 beschlossenes Gesetz.

    Brandt und andere haben es bereits damals in Karl-Murx-Stadt und anderswo richtig analysiert, nur wollte es keiner hören. Auch ich nicht. Absolut nicht! 48 Prozent für die Allianz für Deutschland war eine Hausnummer und eindeutig, wo die Reise hingeht. Ob (so) richtig eine ganz andere Frage. Im März 1990 habe ich das erste Mal "AFD" gewählt. Es war das letzte Mal.

    Da es versäumt wurde, sich eine neue gesamtdeutsche Verfassung per Referendum zu geben (das westdtsch. Grundgesetz sieht dies vor), war das der größte Fehler der sogenannten Wiedervereinigung und hätte den neuen Bundesländern möglicherweise mehr Mitspracherechte zugestanden.