SachsenEnergie sucht dringend Profis aus Sachsen und Mitteldeutschland für den Umbau der Energie-Infrastruktur. Warum das Unternehmen dabei neue Wege beschreitet, sagt André Richter, Abteilungsleiter der Materialwirtschaft bei SachsenEnergie.
Die Vorhaben, welche bei SachsenEnergie in nächster Zeit anstehen, haben es in sich: Neue Stromleitungen sollen das Netz in Ostsachsen noch leistungsfähiger machen. Die wachsende Chipindustrie im Dresdner Norden benötigt größere Mengen an Industriewasser. Dafür sind ein leistungsfähiges und redundantes Transportnetz sowie ein neues Flusswasserwerk nötig. In den Landkreisen Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge wächst das Glasfasernetz. Dies sind nur drei Beispiele aus einer Vielzahl von Vorhaben, mit denen SachsenEnergie die Energie- und Breitbandinfrastruktur in Sachsen modernisiert, um- und ausbaut.
Das Unternehmen hat daher für 2026 ein Rekord-Beschaffungsvolumen von 900 Millionen Euro geplant. Neben bewährten Partnern aus Handwerk, Bau, Industrie und Dienstleistungsbranche sucht der größte kommunale Versorger Ostdeutschlands kontinuierlich neue kompetente Firmen, die seine ambitionierten Pläne umsetzen können.
Seit mittlerweile acht Jahren ist die Zahl der Aufträge an Firmen, die für die SachsenEnergie Leistungen erbringen, stetig gestiegen. Im Jahr 2025 wurden etwa 60 Prozent der Aufträge direkt in Sachsen vergeben. Das durchschnittliche Volumen pro Auftrag liegt bei rund 17.000 Euro. Je nach Größe des Projektes können die Summen schnell ein Vielfaches betragen.
"Unser Fokus liegt auf zuverlässigen Firmen aus dem hiesigen Mittelstand und Handwerk", sagt André Richter. Jeder Euro, den SachsenEnergie in Ostsachsen erwirtschaftet, sorgt für rund einen weiteren Euro Wertschöpfung in der Region. Auf diese Weise trägt das Unternehmen dazu bei, das Stadt-Land-Gefälle im Freistaat schrittweise auszugleichen.
Zeichen der Zeit erkannt
In der Vergangenheit hätten SachsenEnergie und ihre Vorgängerunternehmen häufig über längere Zeiträume vorrangig mit festen Partnern zusammengearbeitet, sagt Matthias Maucksch vom Bundesverband der Mittelständischen Wirtschaft (BVMW).
Er betreute für seinen Verband im März dieses Jahres ein Unternehmenstreffen im SachsenEnergie-Center gegenüber vom Dresdner Hauptbahnhof. Die angesichts der großen Herausforderungen beim Umbau der Energie-Infrastruktur ständig wachsende Zahl an Aufträgen lasse sich nach diesem Prinzip nicht mehr platzieren. Der größte kommunale Versorger in Ostdeutschland habe die Zeichen der Zeit erkannt und sorge für mehr Wettbewerb. Zu dem Treffen im März kamen Firmen aus ganz Mitteldeutschland. Sie kommen aus Grimma, aus Ebersbach-Neugersdorf, Elsterwerda, Oberlungwitz, aus Zeulenroda und Peitz. In einem persönlichen Austausch informierte die Tochter SachsenEnergieBau deshalb vor Ort Handwerker, Geschäftsführer, Ingenieure, Planer und Industrie-Dienstleister über zu vergebende Jobs in Größenordnungen.
Auf diese Weise ist sichergestellt, dass das Geld vor Ort bleibt und regionale Wirtschaftskreisläufe geschlossen werden. Besonders in Zeiten, wo angesichts einer sich verstärkenden konjunkturellen Flaute die Auftragsbücher häufiger Lücken aufweisen, würden solche Plattformen von der Wirtschaft sehr geschätzt, so Maucksch. SachsenEnergie gelte als verlässlicher und solider Geschäftspartner, welcher in der Region tief verwurzelt ist.
SachsenEnergie setzt auf regionale Partner - so auch bei den zahlreichen Baumaßnahmen. | Foto: Martin FörsterRegistrierung im Lieferantenportal jederzeit möglich
Abteilungsleiter Materialwirtschaft und Geschäftsführer der SachsenEnergieBau, André Richter, bringt das Erfolgsrezept des Unternehmenstreffens mit seinen Worten auf den Punkt: "Für die Betriebe und uns ist das eine echte Win-Win-Situation." Mit knapp 100 Teilnehmenden sei bei dem dritten Austausch dieser Art ein neuer Rekord an Interessenten erzielt worden. Er freue sich besonders, dass auch Firmen aus dem Bereich des Hochspannungsbaus gekommen seien.
Darüber hinaus reiche das Spektrum von Kfz-Werkstätten über Malerbetriebe bis hin zu Planern, Projektierern und IT-Dienstleistern. Rund 20 neue Adressen hätten für die Adressdatenbank des Lieferantenportals generiert werden können. Auf dieser Basis sei es möglich, bei Ausschreibungen und Vergaben ganz gezielt auf Profis zuzugehen.
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