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Vorurteile im Experten-Check: So machen Azubis mehr aus ihrem Gehalt

akz-i  Endlich: Das erste eigene Gehalt ist auf dem Konto! Gerade Berufseinsteiger sollten die neue finanzielle Freiheit von Anfang an nutzen, um sich eine Reserve aufzubauen.

Kathrin Milich von der Bausparkasse Schwäbisch Hall räumt mit gängigen Spar-Vorurteilen auf.

Vorurteil 1: "Später kann ich noch genug zurücklegen!" - Falsch: Wer das Sparen aufschiebt, verzichtet auf attraktive Förderungen wie die Riester-Zulage in Höhe von 175 Euro: Sie erhält, wer rentenversicherungspflichtig beschäftigt ist und vier Prozent seines Vorjahreseinkommens einzahlt. "Berufseinsteiger hatten aber meist im Vorjahr noch kein Einkommen - sie müssen also im ersten Jahr nur den Mindestbeitrag von 60 Euro aufbringen", erklärt Schwäbisch Hall-Expertin Kathrin Milich. "Tipp: Wer unter 25 Jahre alt ist, bekommt außerdem einen einmaligen Bonus von 200 Euro."

Vorurteil 2: "Vermögenswirksame Leistungen? Viel zu kompliziert!" - Stimmt nicht: Vermögenswirksame Leistungen (VL) sind leicht erklärt. Der Arbeitgeber zahlt seinen Angestellten zusätzlich zum Lohn jeden Monat bis zu 40 Euro VL. "Rund ein Drittel der Berufsstarter weiß laut Umfragen aber gar nicht, ob ihr Arbeitgeber VL zahlt", sagt Milich. "Deshalb: Unbedingt beim Chef nachfragen, ob und wie viel gezahlt wird." Wichtig: VL werden nicht mit dem Gehalt ausbezahlt, sondern fließen direkt beispielsweise in einen Bausparvertrag. Wer also Anspruch auf VL, aber keinen Sparvertrag hat, lässt das Extra verfallen und verschenkt damit bares Geld. Der Staat fördert die Einzahlungen aus VL zusätzlich mit der Arbeitnehmer-Sparzulage von bis zu 43 Euro pro Jahr, sofern das Jahreseinkommen unter 17.900 Euro liegt.

Vorurteil 3: "Bei den niedrigen Zinsen lohnt sich Sparen doch nicht!" - Nicht richtig: Regelmäßiges Sparen schafft die Grundlage für größere Anschaffungen, wie ein Auto oder eine eigene Wohnung - unabhängig von den Zinsen. Ein Sparvertrag kann helfen, dranzubleiben. "Entscheidend ist es, jeden Monat einen kleinen Teil des Gehalts zur Seite zu legen", weiß die Expertin von Schwäbisch Hall. Ein Sparvertrag hilft dabei. "Gerade Berufsstarter profitieren von den staatlichen Prämien fürs Sparen, weil sie die Einkommensgrenzen noch nicht überschreiten", ergänzt sie. Wer es während der Ausbildung schafft, jährlich 512 Euro in seinen Bausparvertrag einzuzahlen, erhält vom Staat die Wohnungsbauprämie von bis zu 70 Euro dazu.

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