Wie es mit der Talsperre Euba weitergeht

Der Stadtrat hat einen Millionenbetrag für die Sanierung der maroden Anlage abgelehnt. Nun zeichnet sich aber eine baldige Entscheidung über das weitere Vorgehen ab.

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2424 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 5
    4
    gruene
    13.01.2019

    @Tauchsieder: Ohne weiter auf Ihre wenig schmeichelhaften Worte eingehen zu wollen, bitte ich Sie zu beachten: Das Bauwerk GEHÖRT seit geraumer Zeit der Stadt Chemnitz und dies ist Grundlage für alle Beschlüsse, Anträge etc. der letzten Jahre. Der bzw. die Vorsitzende des "Gemeinderates" ist die Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz.

    Ich freue mich auf eine weitere, sachliche Befassung mit dem Für und Wider einer WIederbelebung des Standortes in den nächsten Wochen und Monaten.

  • 2
    5
    Tauchsieder
    13.01.2019

    Ihre hochtrabenden Worte "bürgeren....." lassen eines außer Acht, dass über dieses Bauwerk einzig und allein die LTV entscheidet und nicht die Gemeinde. Bauwerke können zu Denkmälern erhoben werden. Genauso gut kann dies auch wieder rückgängig gemacht werden wenn von diesem Bauwerk eine Gefahr ausgeht.
    Sollte die LTV sich von dieser Tsp. trennen, sie in den Besitz der Gemeinde übergehen, wäre ich total gespannt wer die Verantwortung für dieses Bauwerk und vor allem die Folgekosten übernehmen wird. Etwa der Vorsitzende des Gemeinderates?
    Man stelle sich bloß vor, dass von diesem Bauwerk bei einem Hochwasserereignis Schäden an Hab und Gut ausgeht, vielleicht sogar Menschenleben zu beklagen wären. Indessen Haut möchte ich dann nicht stecken.

  • 3
    2
    Deluxe
    13.01.2019

    @Tauchsieder:
    Was wollen Sie denn mit diesem neuesten Kommentar sagen?

    Sie wollen doch die Talsperre abreißen und nicht ich! Und Sie tun so, als hätte es in den letzten Jahrzehnten keine Häufung von Trockenjahren gegeben.

  • 0
    5
    Tauchsieder
    12.01.2019

    Na es geht doch "Delu....", hat aber auch lange gedauert!

  • 4
    1
    Steuerzahler
    12.01.2019

    @Deluxe: Sehr treffend die Situation geschildert!

  • 3
    2
    bürgerenergie
    12.01.2019

    Das Talsperrenbauwerk steht aber - aus Denkmalgründen - nicht zu Disposition.
    Das Bauwerk hat einen immens hohen, bauKULTURELLEN Wert. Noch nie ist eine solche Bruchsteinmauer abgerissen worden. Talsperren in dieser wunderschönen Bauart gab es in nennenswerter Anzahl nur in den Industrierevieren an Rhein/Ruhr sowie in Sachsen, vorrangig davon in Westsachsen. Wer so etwas im Zuge der Bewerbung um den Titel der KULTURHauptstadt zur Disposition stellte ... eine Kulturdenkmaldiskussion dazu entfachte, der könnte die Bewerbung auch gleich ganz sein lassen.

    Nein! Das Bauwerk wird stehen bleiben. Wir haben die Wahl, ob als totes, singulär stehendes Bauwerk, das uns immer wieder beschäftigen und kosten wird - oder aber als wundervoller Bezugspunkt für ein die Ausstrahlung der Stadt stärkendes, lebendiges Erholungszentrum im Chemnitzer Osten. Als eine Anlage, die für viele Menschen in diesen Stadtteilen sehr viel positive Identifikation bietet. Und als eine Anlage, die die Stadt Chemnitz der ehemaligen Gemeinde Euba zugesagt hatte.

  • 5
    2
    Deluxe
    12.01.2019

    @Tauchsieder:
    "Der Neubau von Talsperren ist heutzutage aus ökologischer Sicht, aber auch aus Sicht der WRRL, so gut wie ausgeschlossen."

    Mit anderen Worten:
    Wir leben von der Substanz, die unsere Vorfahren weitsichtig geschaffen und uns hinterlassen haben. In einer Zeit, in der das Baurecht noch große Würfe und Zukunftsprojekte ermöglichte.
    Wir sind aber gleichzeitig nicht mehr in der Lage, selbst so etwas zu schaffen. Weil wir uns quasi rechtlich selbst soweit amputiert haben, daß nichts mehr in der Richtung fertig wird.

    Also werden wir unseren Nachkommen solche Zukunftsprojekte auch nicht hinterlassen können, weil wir ja keine mehr bauen - nichtmal dann, wenn sie dringend benötigt werden.

    Wäre es unter diesen (ohnehin ausreichend traurigen) Umständen nicht umso wichtiger, bereits vorhandene Infrastruktur, die wir unseren Vorvätern zu verdanken haben, zu ERHALTEN, damit wir unseren Nachfahren wenigstens das vererben können, was unsere Väter und Großväter geschaffen haben, wenn wir selbst schon nichts mehr zustande bringen?

  • 5
    2
    bürgerenergie
    12.01.2019

    Zu einer Entwidmung darf es nicht kommen! Dennoch muss natürlich der hochwassersichere Zustand des Talsperrenbauwerks wiederhergestellt werden. Dies beides gehört nicht zwangsläufig zusammen.

    Zu klären wäre zunächst, was denn die jetzt vorgeschlagene "Lösung" an jährlichen Folgekosten nach sich zieht. Auch die werden immens sein. Kein Wort aber dazu findet sich in der Verwaltungsvorlage, geschweige denn Jahreskostenvergleiche mit anderen Varianten, die ja auch Einnahmen, anderweitigen Nutzen (bspw. Hochwasserschutz) und eine Belebung der Stadt bedeuten würden.

    Und zur Frage der an die ehem. Gemeinde Euba mit dem Eingemeindungsvertrag gegebenen Zusage zur Errichtung eines Bades schweigt mach sich vollkommen aus. Was hält man von Rechtsverbindlichkeit?

    Die baulichen Grundlagen und Erfordernisse sind vollständig und gut dargelegt, bei den Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und der Investorenrecherche atmet die Vorlage dagegen geradezu die viel zu oft erlebte Ambitionslosigkeit.

    Und: Niemand müsste sofort alles sanieren, man müsste nicht sofort 8 Mio. Euro ausgeben. Es genügte zunächst in den kommenden 2 Jahren eine Sicherung gegenüber Hochwassereinstau und ein Aufhalten des weiteren Verfalls. Dafür ist das Geld im Haushalt eingestellt. Doch parallel dazu DARF keine Entwidmung erfolgen. Denn dies bedeutete das ENDGÜLTIGE Aus für alle Zukunftspläne.

    Der Antrag von B90/Grüne, SPD und Vosi/Piraten zur Wiederbelebung der Talsperre hat da deutlich tiefergehende Aussagen gefordert, als uns jetzt hier zur Entscheidung vorgelegt werden.

    Auf dieser dünnen Grundlage darf eine solch weitreichende Entscheidung nicht gefällt werden. Eine Entscheidung, die uns wieder einmal im Nachhinein (auch finanziell) teuer zu stehen kommen könnte.

    Bernhard Herrmann
    Stadtrat

  • 1
    5
    Tauchsieder
    12.01.2019

    Der Neubau von Talsperren ist heutzutage aus ökologischer Sicht, aber auch aus Sicht der WRRL, so gut wie ausgeschlossen. Auch wenn die beiden anderen rote Daumen Sammler und Geber dies anders möchten. Wäre auch völlig hirnrissig bei sinkendem Wasserverbrauch. Da gibt es heute auf der Lokalseite von Aue einen schönen Beitrag dazu.
    Wie ich schon mal erwähnt habe, wir sind hier nicht bei der Sendung "Wünsch dir was", jedem Dorf seine Badeanstalt und/oder Trinkwasserspeicher.

  • 5
    2
    Deluxe
    12.01.2019

    @Interessierte:
    Welcher Teil war an "dezentral und auch in kleinerem Rahmen" nicht zu verstehen?

    Naja, vielleicht hilft Ihnen ja der Kollege Tauchsieder bei einer Eimerkette vom Leipziger Neuseenland nach Euba, wenn es mal soweit ist.

  • 2
    9
    Interessierte
    11.01.2019

    Wir benötigen keine weitere Talsperre , wir haben so viele geflutete Seen , die sind in 20 min rund um Chemnitz zu erreichen , wozu brauchen wir denn noch eine 2.Talsperre am anderen Ende von Chemnitz

  • 5
    5
    gelöschter Nutzer
    11.01.2019

    @Tauchsieder: Wie Sie schon sagen, das ist ein Wetterportal, kein Klimaportal. Den Unterschied kennen Sie?

    Auch wenn es bei Ihnen vermutlich sinnlos ist:

    https://www.umweltdialog.de/de/umwelt/klimawandel/2018/Klimawandel-traurige-Rekorde-und-trockene-Aussichten-fuer-Europa.php

  • 1
    6
    Tauchsieder
    11.01.2019

    Zitat von einem Wetterportal: Wetterrückblick - Jahresrückblick 2017 - Erneut warm mit ordentlich Regen. Allerdings schlugen die Temperaturen dabei einige Wellen. Zudem war das Jahr mal wieder ausgesprochen feucht. - Zitat Ende.
    Schlussfolgerung: Sie sind doch ein Hellseher.

  • 1
    6
    Tauchsieder
    11.01.2019

    Was für Trockenjahre???

  • 6
    2
    Deluxe
    11.01.2019

    Ach so - die auffallend häufigen Trockenjahre der letzten zwei Jahrzehnte haben wir uns nur eingebildet, da sie in Wahrheit ein Hirngespinst der Grünen sind.

    Na dann ist ja alles gut und es kann gar nichts mehr schiefgehen...

    P.S.:
    Ich glaube den Grünen gar nichts - aber ich kann hören, sehen, das Thermometer ablesen und auch Niederschläge messen. Das genügt mir um zu wissen, daß Speicherkapazität wichtig ist - und zwar dezentral und auch in kleinerem Rahmen, so wie es die Talsperre Euba könnte.

  • 0
    7
    Tauchsieder
    11.01.2019

    Woher wissen sie das, wer hat ihnen dies gesagt "del..." ?
    Sie glauben wohl auch alles was uns die Grünen versuchen aufzuquatschen. Entweder sie haben eine Glaskugel, na toll, oder sie sind ein Hellseher.

  • 5
    5
    Steuerzahler
    10.01.2019

    Die Entwicklung oder besser deren Verhinderung in Sachen Freibad Erfenschlag gibt die Richtung vor, wie sich die Stadtverwaltung und der Rat in solchen Sachen verhält! Statt für innovative Ideen wird das Geld lieber für andere Sachen verpulvert.

  • 10
    3
    Deluxe
    10.01.2019

    Warum gehen Sie, verehrter Herr Tauchsieder, eigentlich nicht auf das objektiv vorhandene Argument ein, daß wir zukünftig eher mehr als weniger Speicherkapazität für Wasser brauchen als bisher, weil Trockenphasen immer häufiger vorkommen?

  • 5
    7
    Tauchsieder
    10.01.2019

    Tatsache wird übrigens nur eins sein, dass es letztendlich nur eine Frage des Geldes und der Wirtschaftlichkeit ist. Wir sind hier nicht in der Sendung "Wünsch dir was". Es stünden einige Talsperren im RP Chemnitz zur Disposition, der ihr eigentlicher Bestimmungszweck abhanden kam. Als Beispiel hier nur die Tsp. Pirk erwähnt.

  • 5
    5
    Tauchsieder
    10.01.2019

    Schade das man nur einmal drücken kann, ist leider auch Tatsache !

  • 8
    6
    Deluxe
    10.01.2019

    Lustig, wie es dafür rote Daumen hagelt.
    Bitte mehr davon.

    An den Tatsachen ändern allerdings weder rote noch grüne Daumen etwas.

  • 16
    10
    Deluxe
    10.01.2019

    Spätestens nach dem Sommer 2018 sollte eigentlich auch der letzte verstanden haben, daß es nicht darum geht, Talsperren abzureißen, sondern daß jede vorhandene Wasserreserve und Speichermöglichkeit erhalten bleiben muß und wir eher mehr davon brauchen als weniger.

    Dabei ist es völlig egal, ob die Talsperre Euba dem Hochwasserschutz dient oder nicht. Sie kann als Wasserreserve im Nahbereich garantiert nicht schaden - und sei es auch nur für Gärten oder Landwirtschaft in der unmittelbaren Umgebung.

    Deshalb ist die teuerste Version die beste: Sanierung.

    Aber unsere kurzsichtige Lokalpolitik, die stets nur von 12 bis Mittag entscheidet, wird sich ganz sicher nicht für die Zukunft aussprechen, sondern für eine Schnellösung ohne an Morgen zu denken.

    Rekordhaushalte wohin man schaut - aber der Bürgerwille zählt nicht, wie die Eubaer gerade deutlich zu spüren bekommen.
    Und dann geht nach der nächsten Wahl wieder der große Katzenjammer los, weil sich ganze Ortsteile völlig "überraschend" für die "falschen" Parteien entscheiden...

  • 18
    4
    ConlinkFinance
    10.01.2019

    Bitte retten und analog dem Stausee Rabenstein ausbauen. Das wäre eine Supersache! Aber genau auf der gegenüberliegenden Seite der Stadt und würde Gäste auch aus dem Erzgebirge anziehen!

  • 6
    16
    Tauchsieder
    10.01.2019

    Die einfachste und im Sinne der WRRL beste Lösung wäre der Rückbau.
    Die Sicherung der Anlage, die hier mit 1.5 Millionen € angegeben wird, ist gegenüber dem Komplettabriss um 300 000 € günstiger. Bei einem Komplettabriss würden aber im weiteren Verlauf keine Folgekosten entstehen und Gefahren von dieser Anlage ausgehen. Würde man sich für eine Sicherung entscheiden, wäre das Problem nicht vom Tisch sondern lediglich auf den St. Nimmerleinstag verschoben.