Wie funktioniert eine Körperanalysewaage?

Unsere Körperanalysewaage kann, über das Körpergewicht hinaus, auch Körperfettanteil, Gesamtkörperwasser, Muskelmasseanteil und Knochengewicht ermitteln. Wie funktioniert denn das? (Diese Frage hat Rosemarie Rasch aus Mittenwalde (Landkreis Dahme-Spreewald, Brandenburg) gestellt.)

Körperanalysewaagen funktionieren auf Basis der sogenannten Bio-Impedanz-Analyse. Dabei wird ein schwaches Stromsignal durch den menschlichen Körper geschickt, das dabei auf unterschiedliche Widerstände stößt. Denn ein elektrischer Impuls wird etwa von Fettgewebe - nicht zuletzt aufgrund seines geringeren Wasseranteils - schlechter weitergeleitet als von Muskeln, Knochen und anderen Organen, und diese Unterschiede kann das Gerät mittels Sensoren erfassen und schließlich mathematisch so analysieren, dass es angeben kann, wie der Körper zusammengesetzt ist.

Der Stromreiz ist nicht zu spüren und ungefährlich, nur Personen mit Herzschrittmachern wird sicherheitshalber vom Einsatz einer Körperanalysewaage abgeraten. Ihre Genauigkeit hängt wesentlich davon ab, wo die Messelektroden sitzen. Befinden sie sich lediglich an der Waage, also an den Füßen (die beim Wiegen nackt sein müssen), werden Bereiche am Bauch und an den Armen kaum erfasst, sodass der Waagen-Computer die Werte vom Unterkörper auf den kompletten Körper hochrechnen muss. Das geschieht häufig, indem man in die Waage weitere Parameter wie Alter und Geschlecht eingibt. Selbst dann können bestimmte äußere Einflüsse die Messgenauigkeit immer noch negativ beeinflussen. Etwa, ob die sich wiegende Person eine volle Harnblase oder auch längere Zeit nichts getrunken hat. Präziser sind Geräte, die mit Sensoren an Füßen und Händen arbeiten. Auch in diesem Fall aber spielt etwa die Oberflächenfeuchtigkeit der Haut dort, wo sie mit den Elektroden in Kontakt kommt, eine gewisse Rolle. (jzl/tk)

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.