Wie viel ist ein Leben wert?

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Baby John bekommt seine Millionen-Therapie. Der Fall zeigt, dass seltene Erkrankungen nicht hoffnungslos sind. Das wirft aber auch prinzipielle Fragen auf.

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33 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 10
    1
    KTreppil
    01.11.2019

    Ich habe keine Ahnung von Pharmazie und bin auch kein Mediziner. Sicherlich ist auch med. und pharm. Forschungsarbeit teuer. Aber was rechtfertigt, dass das ein Medikament 2 Millionen Euro kostet?! Das ist für mich nicht vermittelbar, was ist daran so so teuer??? Das man derartige Substanzen nicht für 100 Euro bekommt, ist ja nachvollziehbar, aber wenn es in Hundertausende und Millionen geht, kann mir niemand erzählen, dass da nicht auf Kosten von Menschenleben kräftig Gewinn erzielt wird. Würde in der dritten Welt auch so viel für ein solches Präparat verlangt oder würde es dort erst gar nicht zum Einsatz kommen? Wofür die ganze Forschungsarbeit wenn es zu teuer ist um eingesetzt zu werden? Einfach nur unmoralisch.
    Unheilbar Kranken, wird Sterbehilfe weitestgehend verwehrt, die Medizin verdient ordentlich daran und auch die Pharmaindustrie. Kindern deren Leben gerettet werden könnte, müssen im schlimmsten Falle sterben, weil das Medikament zu teuer ist. Traurig das, die Eltern so kämpfen müssen, es solche Diskussionen in unserem Land überhaupt geben muss. Wenn ein Menschenleben und schon das Leben eines Kindes gerettet werden kann, sollte es keiner Diskussionen bedürfen. Das ist schon allein eine Frage unserer Ethik. Da sollte jeder tun was in seiner Macht liegt. Schon recht die Pharmaindustrie, indem sie dies nicht mit Wucherpreisen unmöglich macht. Wo bleibt hier der Staat, die Politik, die sonst alles regulieren und reglementieren möchte?
    Dem Baby wünsche ich alles Gute, den Eltern weiterhin viel Kraft.

  • 7
    0
    CPärchen
    01.11.2019

    @Juri: ihre Wut verstehe ich. Andererseits weiß die Pharmaindustrie um genau diese Argumentation und greift zu tief in die Kasse.

    Die Lösung weiß ich aber auch nicht.
    a) Die Mondpreise zahlen und die Preise weiter in die Höhe schnellen lassen?
    b) Menschen sterben lassen, damit sich Wucher nicht lohnt?
    c) Anwendung des Wucherparagraphen im BGB nach der Verabreichung des Medikaments, so dass ein Teil des Geldes zurückerstattet werden muss?

    Es wurden schon Medikamente aufgekauft und anschließend die Preise vervielfacht, weil man es ja kaufen muss, um niemanden sterben zu lassen.

  • 15
    0
    Juri
    01.11.2019

    "Wollen wir uns das leisten - das ist die Frage der Zukunft.“

    Dieser oben eingefügte Satz aus dem Text von Steffen Klameth ist keine Frage der Zukunft. Dieser Satz zeigt die Unmenschlichkeit solcher Fragen überhaupt.
    Wer nur ein ganz klein wenig Herz im Leib hat, wird niemals Geld und menschliches Leben nebeneinander stellen. Wer es dennoch tut, schwimmt auf der Welle der Arroganz und Selbstüberschätzung. Genau so wie diese teilweise maßlose Pharmaindustrie.
    Stellen Sie sich einfach die Frage: Was würden Sie tun, wenn es Ihr Kind, Ihr Angehöriger wäre?
    Ich habe in ähnlichen Situationen schon erlebt, dass sich genau in diesem Moment die Prioritäten der so genannten Entscheider (Experten) plötzlich hin zum Leben verschieben.
    Es ist gut, dass solche Sachverhalte öffentlich diskutiert werden. Nicht gut ist, dass es auf dieser reichen Welt, eine Abwägung, Geld oder Leben überhaupt gibt.
    Genau das ist der Punkt, das ist der Grund, an dem diese Welt krankt.
    In unserer maßlosen Gier nach Macht und Geld, finden wir einfach nicht hin zu den einfachsten menschlichen Normen und Werten.
    Zu einem „JA“ fürs Leben, speziell in so einem Zusammenhang, gibt es überhaupt keine Alternative.
    Ich bin gemeinsam mit den Brandt`s überglücklich und dankbar. Aber ich bin erneut wütend auf die, die sich anmaßen über das Leben anderer zu entscheiden.