Wiederanschluss ans Bahnnetz - Chancen, Probleme und Risiken

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Lohnt es sich, dass Züge wieder nach Marienberg rollen? Diese und weitere Fragen soll ein vom Innenministerium in Auftrag gegebenes Gutachten klären. Fest steht schon jetzt: Scheitert das Projekt, ist der Zug endgültig abgefahren.

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22 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    0
    Nixnuzz
    22.06.2019

    Vielleicht braucht es auch ein jeweiliges Umland-Konzept, in das nicht nur die "reinen Bahnfahrer" sondern auch Gewerbe mit eingebunden werden muß. Die Schmalspurbahn in Österreich Zell am See - Krimml stand nach Hochwasser und Murenabgängen vor dem Aus. Wenn ich mittlerweile nicht "überholt bin", wurde ein Pinzgau-Konzept aufgestellt, in der die Bahn aktiv eingebunden und funktionsfähig wurde. Aber dann müssten ja Hühnerhof-Einflussbereiche angesprochen werden.. Ok...vergesst es...

  • 5
    1
    fnor
    22.06.2019

    Einfach nur wieder Züge auf der Strecke rollen zu lassen wird die Strecke langfristig nicht retten. Wäre die vorhandene Strecke ein gutes Angebot, wäre sie genutzt worden. Deswegen wird ein kurzfristiger Probebetrieb kaum Erkenntnisse bringen. Gewohnheiten und Verkehrsströme ändern sich langsam. Eine vormals stillgelegte Strecke wird über Jahre ihre Nutzerzahlen steigern. Hier muss man 5 oder 10 Jahre durchhalten, bis sich ein normales Niveau eingespielt hat. Vor allem muss man die Probleme der Strecke lösen: Sie ist vom Regionalverkehr nach Chemnitz abgekoppelt, da alle Züge nach Olbernhau durchfahren und man immer in Pockau umsteigen muss. Hier sollte abwechselnd nach Olbernhau und Marienberg gefahren werden. Die jeweils andere Richtung erreicht man per Umstieg. Es müssen weitere Nutzer gewonnen werden. So könnte im Südwesten Pockaus noch ein Haltepunkt entstehen, ebenso wie in Niederlauterstein. Bei Auhagen sollte der Behelfsbahnsteig einer Dauerlösung weichen. Es gibt Potential vor allem zwischen Zöblitz und Pockau, weil dort keine Busverbindung besteht. Wenn die Linie 207 Chemnitz – Marienberg – Olbernhau eingestellt wird und nur noch der Plus-Bus aus Annaberg nach Olbernhau weiter fährt, wird die Bahnstrecke attraktiver. Dazu müssen aber auch die entlegenen Bahnhöfe angebunden werden. So könnte von Zöblitz ein Bus über Ansprung bis Rübenau fahren. In Niederlauterstein und Pobershau könnten ebenso Kleinbusse die Fahrgäste zum Zug bringen. Am Wochenende und in den Ferien sollte ein guter Takt aufrechterhalten werden. Oftmals haben Touristen schlechte Karten, da entweder am nächsten Schultag oder überhaupt kein Bus kommt. Schnell für Nutzer sorgen kann man, indem man den Schülerverkehr über die Bahnstrecke abwickelt. Ein Haltepunkt am Polizeirevier in Marienberg macht die Laufstrecke kürzer und den Weg sicherer. Dennoch wird es eine 12 km lange Strecke schwer haben genügend Nutzer zu gewinnen. Eine Verlängerung bis Reitzenhain oder ins Böhmische wäre sinnvoll. Man kann den Nachverkehr in die Ortsteile Marienberg darüber abwickeln. Das Gewerbegebiet am Federnwerk sollte angeschlossen werden. Hier müssen viele täglich zur Arbeit und Güterverkehr gibt es sicherlich auch. Ebenso erschließt man Gelobtland als Wintersportgebiet und den Rätzteich, auch für Nutzer bis nach Chemnitz. Die Strecke kommt dann leider mit dem Radweg nach Reitzenhain in Konflikt. Ich fahre selber viel Rad und brauche diesen Radweg nicht, es gibt genug Waldwege, die man ertüchtigen könnte. Viel lieber würde ich mit meinem Rad bis nach Chomutov bergab rollen und dann mit dem Zug heimfahren. Wenn man die Strecke wieder in Betrieb nimmt, dann richtig. Das bedeutet zwar Investitionen, wird sich aber langfristig lohnen. Ein einfacher Weiterbetrieb wird immer hohe Zuschüsse für wenig Ergebnis erfordern und wäre letztlich Verschwendung von Steuergeldern.