Die Crew 12 ist an der ISS angekommen. (Archivbild)
Die Crew 12 ist an der ISS angekommen. (Archivbild) Bild: John Raoux/AP/dpa
Wissenschaft
Vier Astronauten mit "Crew Dragon" an ISS angekommen

Im Januar reiste eine Crew vorzeitig ab. Seither harrten lediglich drei Astronauten auf der ISS aus. Jetzt sind vier Kollegen dazugekommen.

Cape Canaveral.

Erstmals in der ISS-Geschichte hatte die US-Raumfahrtbehörde Nasa eine Besatzung wegen medizinischer Probleme vorzeitig zurückgeholt - nun ist die Nachfolge-Crew an der Raumstation angekommen. Die vier Astronauten der "Crew 12" dockten mit ihrem "Crew Dragon" des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk an der ISS an, Live-Bilder der Nasa zeigten. Am Freitag waren sie vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet.

Die "Crew 12" besteht aus der Nasa-Astronautin Jessica Meir, ihrem Kollegen Jack Hathaway, dem Kosmonauten Andrej Fedjajew und der Französin Sophie Adenot, Astronautin der europäischen Raumfahrtagentur Esa. Für Hathaway und Adenot ist es der erste Flug zur ISS, für Meir und Fedjajew jeweils der zweite. Rund acht Monate lang sollen sie nun an Bord der Internationalen Raumstation leben und forschen.

Wochenlang nur drei Astronauten an Bord der ISS

Mitte Januar war "Crew 11" - die US-Astronauten Zena Cardman und Michael Fincke, der japanische Raumfahrer Kimiya Yui und der russische Kosmonaut Oleg Platonow - wegen eines medizinischen Problems vorzeitig zurück zur Erde gebracht worden. Es war der erste solche Fall in der rund 25-jährigen Geschichte der ISS. Nähere Details zum medizinischen Problem und dazu, welches Crew-Mitglied es betraf, hatte die Nasa nicht mitgeteilt. 

Eigentlich war - wie stets üblich - eine Übergabephase der "Crew 11" an die "Crew 12" an Bord der ISS geplant gewesen. Stattdessen hielten nun in den vergangenen Wochen nur der Nasa-Astronaut Christopher Williams und die beiden russischen Kosmonauten Sergej Mikaew und Sergej Kud-Swertschkow die Stellung. An Bord der ISS leben und forschen seit rund 25 Jahren kontinuierlich Astronauten und Astronautinnen. (dpa)

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