Leben am Toten Meer

Das Sächsische Archäologie-Museum Chemnitz hat die Sonderausstellung digital aufbereitet

Die Entdeckung der Qumran-Schriftrollen in Höhlen am Toten Meer ging vor 70 Jahren um die ganze Welt, die biblische Geschichte von der Zerstörung der Stadtmauern von Jericho durch Posaunenklänge ist weithin bekannt und mancher wüsste gerne, wo Sodom und Gomorra liegen oder hat schon von Lots Frau gehört, die zur Salzsäule erstarrte. Trotz dieser Geschichten und Entdeckungen hat es noch nie eine Ausstellung gegeben, die sich mit der Region des Toten Meeres beschäftigt. Weltweit. "LEBEN AM TOTEN MEER" schloss diese Lücke. Die Ausstellung im Sächsischen Archäologie-Museum Chemnitz (smac) ist nun digital zu sehen und zeigt 12.000 Jahre Kulturgeschichte dieser außergewöhnlichen Region anhand von über 350 Objekten. Es handelt sich um Leihgaben von 23 verschiedenen Museen, darunter das Ashmolean Museum, das British Museum und das Israel Museum in Jerusalem. Moderne Grenzen spielen in der Darstellung keine Rolle. Die Funde stammen von zahlreichen verschiedenen Fundorten und aus unterschiedlichen Kontexten, die in acht Ausstellungsthemen zusammengefasst wurden.

Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Frage nach den Gründen, warum es Menschen seit Jahrtausenden in diese unwirtliche Region zieht und sie sich dort niederlassen. Es wird auf die Bedeutung des hohen Salzgehalts des Sees (ca. 30% Salz, normales Meerwasser hat ca. 3,5-4%), seiner wohltuenden Mineralien, auf das natürliche Vorkommen von Asphalt (Bitumen), die Möglichkeit des Dattelpalmenanbaus sowie die Nutzung des Balsamstrauches für Öle und Parfüm eingegangen. Oasen bieten die Möglichkeit für Ackerbau und Viehzucht, da hier durch Wasser aus den Wadis oder durch Quellen das nötige Trinkwasser für Menschen, Pflanzen und Tiere zur Verfügung steht. Ein Streifzug durch die Geschichte. (st) 

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