2001: Anschläge vom 11. September erschüttern die Welt

Die Anschläge vom 11. September 2001 verändern die Welt. Die Bilder der einstürzenden Zwillingstürme des World Trade Centers graben sich tief ins kollektive Weltgedächtnis ein. Es folgte ein Krieg mit globalen Auswirkungen.

11. September 2001: Am Morgen entführten Terroristen in den USA vier Passagierflugzeuge. Drei davon steuerten sie in die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York und ins Pentagon, den Hauptsitz des US-Verteidigungsministeriums bei Washington. Das vierte Flugzeug stürzte ab, ohne sein avisiertes Ziel treffen zu können. Offiziellen Angaben zufolge kamen bei den Terroranschlägen 2996 Menschen ums Leben, mehr als 6000 wurden verletzt.

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Auf der Titelseite unter der Überschrift "Terrorkrieg gegen Amerika" sowie auf mehreren Sonderseiten berichtete die "Freie Presse" am 12. September über die später als terroristischer Massenmord eingestuften Anschläge: "Die Welt steht unter Schock. Mit den bisher verheerendsten Selbstmord-Anschlägen der Geschichte haben Terroristen den Vereinigten Staaten von Amerika den Krieg erklärt. (...) US-Präsident George Bush sprach von einer nationalen Tragödie und kündigte einen entschlossenen Kampf gegen den Terrorismus sowie Vergeltung an. Die Täter würden zur Strecke gebracht, sagte Bush."

Zu den zu diesem Zeitpunkt bekannten Details der Anschläge hieß es weiter: "Zwei mit mehr als 100 Passagieren besetzte Flugzeuge waren gegen 9.00 Uhr Ortszeit innerhalb weniger Minuten direkt in die 110 Stockwerke hohen Büro-Türme des Welthandelszentrums geflogen und hatten beim Aufprall schwerste Explosionen ausgelöst. Die Maschinen schienen die Gebäude regelrecht zu durchschlagen. Die oberen Teile der Wolkenkratzer standen sofort in Flammen. Nach etwa einer Stunde brachen die Zwillingstürme, in denen sich normalerweise täglich bis zu 50.000 Menschen aufhalten, nacheinander zusammen. Der Einsturz löste eine gigantische Staubwolke aus, die den gesamten Süden der Manhattan-Halbinsel erfasste."

Erstmals seit ihrem Bestehen rief die Nato daraufhin den "Bündnisfall" aus. US-Präsident George W. Bush erklärte unmittelbar nach den Terroranschlägen den "War on Terror" (Krieg gegen den Terror). Im Oktober 2001 startete die militärische Großoffensive Operation Enduring Freedom in Afghanistan und am Horn von Afrika, die später auf die Philippinen und auf Afrika ausgedehnt wurde. Sie dauerte bis zum Dezember 2014 an, es beteiligten sich insgesamt um die 70 Staaten, um Terroristen zu bekämpfen, gefangen zu nehmen und vor Gericht zu stellen. In Afghanistan wurde so die seit 1996 herrschende Taliban-Regierung gestürzt und Al-Qaida bekämpft.

2004 bekannte sich Al-Qaida-Gründer Osama bin Laden erstmals zu den Anschlägen vom 11. September 2001. Bin Laden wurde 2011 von einer US-Spezialeinheit getötet. Laut der Organisation IPPNW (International Physicians for the Prevention of Nuclear War) starben beim "War on Terror" mehr als eine Million Menschen.

An die Terroranschläge wird heute unter anderem mit Gedenkstätten erinnert. Auf dem Areal des zerstörten World Trade Centers (Ground Zero) befindet sich die Gedenkstätte "National September 11 Memorial" mit dem "9/11-Museum" und dem Liberty Park. Weitere Gedenkstätten sind das Flight 93 National Memorial bei Shanksville, das Pentagon Memorial und das Staten Island September 11 Memorial. (cw)

 

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