100 Besucher erleben Saisonende im Kräutergarten

Meeraner Gruppe bietet Produkte demnächst auf Weihnachtsmärkten an

Meerane.

Bärbel Schnabel ist froh, dass das Wetter erneut mitgespielt hat. "Zwar hatten wir keine Sonne, aber es hat nicht geregnet", sagt die Chefin der Meeraner Kräuterfrauen. Die fünfköpfige Gruppe und ihre Helfer begrüßten zum Saisonabschluss am Sonntag im Kräutergarten in der Gartenanlage "Zur schönen Aussicht" knapp 100 Besucher.

"Zum Tag der offenen Tür im Sommer kommen wir auf das Dreifache", sagt die 65-Jährige und fügt an: "Weil das so gut angenommen wird, überlegen wir bereits, ob wir im Sommer zwei Aktionstage organisieren." Abnehmer gebe es genügend. Denn die aus dem Kräutergarten stammenden Produkte, die demnächst auch auf den Weihnachtsmärkten unter anderem in Ponitz, Hohenstein-Ernstthal, Lichtenstein und Limbach-Oberfrohna zum Verkauf stehen, sind begehrt. Dazu gehören laut Schnabel vor allem Holundersirup, Johannisbeermarmelade, Aronia- und Quittenmarmelade sowie Holundergelee.

Inzwischen gibt es die Kräuterfrauen in der Meeraner Gartenanlage schon mehr als zehn Jahre. Sie bewirtschaften ein etwa 700 Quadratmeter großes Areal und gehören als Projekt zum Verein "Halt", der wiederum seinen Hauptsitz in Hohenstein-Ernstthal hat. "In Meerane hatten wir von Anfang an Interessierte, die sich ehrenamtlich für das Projekt Kräutergarten stark machten", blickt Vereinschefin Ines Schlösser zurück. Inzwischen treffen sich die Kräuterfrauen immer montags von 14 bis 16 Uhr. Dazu gehörte auch einst Anneliese Neumeister, die sich derweil aus gesundheitlichen Gründen zurückzog. "Ich habe den Zusammenhalt in der Gruppe immer sehr geschätzt", sagt die 83-Jährige.

Gäste, die den Kräutergarten besuchen, sollen außerdem bald mehr über den berühmten Naturheiler Friedrich Eduard Bilz erfahren, der auch in Meerane lebte und arbeitete. "Wir erarbeiten derzeit Tafeln mit Informationen zu Bilz", sagt Bärbel Schnabel.

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