200.000 Euro für Kleinprojekte

Sitzbänke, Spielgeräte, barrierefreie Zugänge - erneut darf die Förderregion "Schönburger Land" auf Zuschüsse hoffen.

Waldenburg/glauchau.

Auch in diesem Jahr sollen wieder Städte und Gemeinden der Förderregion "Schönburger Land" Geld für Kleinprojekte erhalten. Hierfür will das Regionalmanagement in Kürze den notwendigen Antrag bei der Kreisverwaltung einreichen. Wie Kersten Kruse, Chefin der Geschäftsstelle in Waldenburg, sagte, fließen die Mittel für die hiesige Region über das sogenannte Bund-Länder-Programm zur "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes". Kruse geht davon aus, dass wie erstmals im vergangenen Jahr erneut ein Regionalbudget in Höhe von 200.000 Euro bereitsteht.

Laut Martin Böhm, Mitarbeiter der Geschäftsstelle, sind mithilfe der Zuschüsse im vergangenen Jahr mehr als 20 Kleinprojekte der Kommunen im Fördergebiet abgearbeitet worden. Dadurch konnte unter anderem die Stadt Glauchau neue Bänke und Abfallbehälter entlang dem östlichen Spazierweg am Stausee aufstellen. Damit sei das beliebte und gut besuchte Erholungs- und Wandergebiet rund um den Stausee weiter aufgewertet worden. Die Gesamtkosten lagen laut Stadtverwaltung bei etwa 7300 Euro, davon seien 5800 Euro Fördermittel geflossen. Auch im Glauchauer Ortsteil Ebersbach erfolgten Investitionen. "Dort wurde der Spielplatz für rund 20.000 Euro auf Vordermann gebracht. Er bekam zum Beispiel neue Spielgeräte", blickte Böhm zurück. Das Bauvorhaben wurde mit knapp 16.000 Euro aus dem Regionalbudget unterstützt, den Rest steuerte die Stadt Glauchau bei. Wegen erheblicher Mängel musste zuvor der Spielplatz gesperrt werden. Daraufhin wurde eine Unterschriftensammlung gestartet. Nicht zuletzt war Geld aus dem Programm auch in die Gemeinde Remse geflossen, wo zum Beispiel der Eingang zur Turnhalle barrierefrei umgebaut wurde.

Ähnliche Projekte können voraussichtlich auch 2020 wieder umgesetzt werden. Wie Geschäftsstellenleiterin Kruse sagte, wurden die Kommunen bereits abgefragt, wie groß etwa der Bedarf ist. Im Ergebnis dessen seien wie erwartet von den Kommunen mehr gemeldet worden, als Geld tatsächlich ausgegeben werden kann. Fest steht: Mit den Zuschüssen und den damit verbundenen Kleinprojekten soll die Wettbewerbsfähigkeit der Kommunen gesteigert werden. Ebenso ist es Böhm zufolge wichtig, vitale ländliche Gebiete zu schaffen und zu erhalten. Auch die Vermarktung von Agrarerzeugnissen und Maßnahmen zum Hochwasserschutz gewinnen in den Dörfern weiter an Bedeutung.

Die sächsischen Regionen erhalten in der jetzigen Förderperiode, die von 2014 bis 2020 dauert, insgesamt 427 Millionen Euro. Dabei werden die Vorhaben nach regionalen Prioritäten ausgewählt - auch in der Förderregion "Schönburger Land". Kruse und Böhm gehen fest davon aus, dass die Europäische Union ein weiteres Paket für die Förderung der ländlichen Gebiet schnürt. Noch ist aber unklar, wann das passiert und wie hoch die Fördersumme ist.


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