Agricolastadt: Viel geht nicht mehr

Im Rathaus wurde geprüft, wie die Stadt Glauchau ihren großen Sohn ehren kann, dessen Geburt sich 2019 zum 525. Mal jährt. Die Ergebnisse zeigen Probleme auf.

Glauchau.

Geht es nach dem Willen der Stadträte von Freien Wählern und FDP, soll die Stadt Glauchau sich bemühen, das Andenken an Georgius Agricola zu fördern und geeignete Maßnahmen einzuleiten. Der bekannte Renaissance-Gelehrte wurde 1494 in Glauchau geboren. Im Jahr 2019 jährt sich seine Geburt zum 525. Mal. Die Stadtverwaltung wurde im Februar beauftragt, Möglichkeiten zu prüfen, wie an den großen Sohn Glauchau erinnert werden soll. Die Ergebnisse dämpfen die Anfangseuphorie.

Hinweisschilder an Ortseingängen. So etwas hält die Stadt gemäß der Straßenverkehrsordnung für möglich, aber solche Schilder sollen in der Regel auf ein bestimmtes touristisches Ziel verweisen. Einfach nur ein Schild mit der Aufschrift "Geburtsstadt Georgius Agricola" aufzustellen, bedürfe umfassender Abstimmungen mit der Straßenverkehrsbehörde. Was so etwas kostet, hänge von den technischen Möglichkeiten an den jeweiligen Standorten ab.

Tourismusschilder an der Autobahn. FDP und Freie Wähler haben vorgeschlagen, entlang der Autobahn ein braunes Tourismusschild mit der Aufschrift "Agricolastadt Glauchau" aufstellen zu lassen. Laut Stadtverwaltung sind an der Autobahn noch Standorte frei, doch müsse jemand die Schilder beantragen. Wer die Hinweistafeln bestellt, muss sie aufstellen, in Ordnung halten und gegebenenfalls reparieren. Allein das Aufstellen koste um die 5000 Euro pro Tafel.

Jahrestagung der Georg-Agricola-Gesellschaft. Die alljährliche Tagung des Vereins Georg-Agricola-Gesellschaft soll im Jubiläumsjahr 2019 in Glauchau sattfinden. Die Stadt hat die Möglichkeit geprüft. Wenn sich der Verein dazu durchringe, stelle die Stadt einen geeigneten Ort zur Verfügung. Das könnte der Ratssaal, das Stadttheater oder auch das "Weiße Gewölbe" im Schloss sein. Der Verein wurde bereits angefragt, eine Entscheidung soll im Herbst dieses Jahres fallen.

Festliches Konzert mit berühmten Glauchauern. Ein solches Konzert sollte anlässlich der Tagung der Agricola-Gesellschaft in Glauchau stattfinden. Das hält die Stadtverwaltung für sinnvoll, allerdings müsste dies kostendeckend organisiert werden. Die Ausgaben müssen also durch die Eintrittsgelder wieder eingespielt werden. Denn eine Förderung vom Kulturraum sei unwahrscheinlich, so lange das Konzert in einer Einrichtung stattfindet, die der Kulturraum ohnehin unterstützt, wie zum Beispiel das Stadttheater.

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1Kommentare
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    Interessierte
    03.05.2017

    Der Mann war doch auch in Chemnitz ganz groß da als Bürgermeister , wird man da auch etwas tun ?

    Chemnitz hatte den 500. Geburtstag groß gefeiert ......
    http://www.georgius-agricola.de/leben.html
    ..



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