Alles wird Asche

Sch(m)erzhaft: Was die Region die Woche bewegte

Haben Sie es diese Woche eigentlich mitbekommen? Die Faschingszeit ging vorbei und mit dem Aschermittwoch begann mal wieder die Fastenzeit. 40 Tage Verzicht bis Ostern, und nur wenige sind erst vergangen. Manche wollen ja, dass wir auch während Osterfeiertage und in den darauffolgenden Ferien, die wegen der Situation extra um eine Woche verlängert wurden, weiter verzichten, nämlich aufs Reisen. Das jedoch ist Zukunftsmusik, die hoffentlich noch nicht auskomponiert ist.

Aber auch schon jetzt, zu Beginn der Fastenzeit, wird verzichtet was das Zeug hält, wie wir diese Woche im Windschatten des Aschermittwochs gelesen haben. Das zweite Impfzentrum im Landkreis Zwickau liegt auf Eis. Wer von den Überachtzigjährigen einen Termin ergattert hat, muss weiterhin den Weg nach Zwickau auf sich nehmen. Zwickau ist eine schöne Stadt, sagt man. Aber, Zubringerbus, Linienbus, Eisenbahn, Straßenbahn und alles wieder retour, für diejenigen, die niemanden haben, der sie mit dem Auto dahinfährt, parkt und sich dann auf den Rückweg macht, ist das schwierig zu bewältigen. Doch vielleicht steigt das zweite Impfzentrum irgendwann doch wie Phönix aus der Asche empor, und man parkt dann eben da.

Apropos Parken. Innerhalb von acht Tagen vier Strafzettel wegen Falschparken zu bekommen, schafft nicht jeder. Und der Graffitikünstler Tasso aus Meerane ist nicht jeder. Als er die Hausfassade an der Altenburger Straße in Waldenburg bemalte, straften ihn die Behörden viermal ab, weil sein Auto im Parkverbot stand. Das war alles noch vor dem Aschermittwoch. Hätte er seinen Auftrag erst danach ausgeführt, wer weiß, vielleicht hätte die Polizei verzichtet. Nein! Asche auf mein Haupt, das darf sie gar nicht. Straftat ist Straftat und Ordnungswidrigkeit ist Ordnungswidrigkeit, auch in Fastenzeiten und erst recht in Krisenzeiten. Da kann es für den aschfahlen Parksünder schon mal teuer werden, selbst wenn er die Strafzettel zu Asche verbrennt.

Teuer wird für die Stadtverwaltung Glauchau auch das Personal. Die Kosten für die Mitarbeiter im Rathaus und in den Kindertagesstätten steigen dieses und nächstes Jahr erheblich an. 13,6 Millionen Euro sollen es im kommenden Jahr sein. Zu viel für den FDP-Stadtrat Nico Tippelt, der diesen Anstieg der Personalkosten heftig kritisiert. Ein kleiner Hauch von politischem Aschermittwoch im beschaulichen GC, oje.

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