Als Nächstes kommt die Breite Straße an die Reihe

Seit zehn Jahren wird im Glauchauer Wehrdigt emsig gebaut. Jetzt ist endlich die Marienstraße fertig geworden. Doch schon bald müssen die Bewohner mit einer weiteren Bau- stelle rechnen.

Glauchau.

Es steht zwar noch nicht genau fest, wann es soweit sein wird, aber der Wille ist da. Die Breite Straße im Glauchauer Wehrdigt wird ausgebaut. Sie bekommt ein neues Abwasserkanalsystem. Die Straßenerneuerung schließt auch einen Fußweg mit ein. Der Glauchauer Stadtrat hat sich über den Bau bereits verständigt und das Bauprogramm beschlossen. Die Fahrbahn bekommt eine Pflaster- decke. Die Fußwege werden ebenfalls gepflastert. Besonderheit: An der breitesten Stelle der Straße, in der Nähe der Böttchergasse, ist eine Verkehrsinsel vorgesehen. Wie diese genau gestaltet werden soll, steht jedoch noch nicht fest, darüber soll der Stadtrat gesondert entscheiden, auch über die Finanzierung der Mittelinsel. Das Bauvorhaben auf der Breiten Straße soll in den nächsten Doppelhalt 2019/20 einfließen. Die Stadt ist beauftragt worden, einen Fördermittelantrag für den Bau zu stellen. Die Bewohner im Wehrdigt müssen sich, nachdem nun die Marienstraße bis auf ein paar kleine Restarbeiten fertig und wieder befahr ist und auf der Wehrdigtstraße noch emsig gearbeitet wird, auf eine weitere Baustelle einstellen. Dabei haben die Anwohner schon seit mehr als zehn Jahren mit Kanal- und Straßenbaumaßnahmen vor der Haustür zu tun. Denn die abwasserseitige Erschließung des Stadtteils mit dazugehörigem Straßenbau ist für den Wehrdigt sehr wichtig.

Rückblick: 2004 wurden auf der Dorotheenstraße und einem Teil der Wilhelmstraße ein Abwasserkanal verlegt und die Fahrbahnen saniert. In den Jahren 2008/09 war die Lindenstraße auf dem Stück zwischen Wehrdigtstraße und Dorotheenstraße an der Reihe. 2010/11 folgte die parallel verlaufende Wilhelmstraße. Hinzu kamen, ebenfalls 2010, ein Pumpwerk und ein Regenüberlaufbecken zwischen Mühlgrabenstraße und Lindenstraße. Der Kanal- und Straßenbau im Wehrdigt setzte sich fort. Die Färberstraße war 2016/17 an der Reihe. Ebenfalls im letzten Jahr begannen die Arbeiten auf der Marienstraße/Wehrstraße, die nun beendet sind. Derzeit wird auf der Wehrdigtstraße emsig gebaut. So sind in den letzten Jahren mehrere Millionen Euro in den Kanal- und Straßenbau gesteckt worden.


Fördergebiet seit 2000

Seit dem Jahr 2000 ist der Wehrdigt Fördergebiet "Soziale Stadt". Die Förderung wird nächstes Jahr beendet, Bislang sind im öffentlichen Bereich mehr als 12 Millionen Euro in die Infrastruktur gesteckt worden. 95 Prozent der Gebäude im knapp 900 Einwohner zählenden Stadtteil sind in Privatbesitz. Etwa 120 Hauseigentümer haben für ihre Vorhaben Fördermittel von insgesamt mehr als 850.000 Euro bekommen. Gefördert wurden vor allem Arbeiten an der Außenhülle und Abrisse. Dank des Engagements des Bürgervereins, der sich 2009 gegründet hat, ist Leben in den Stadtteil gezogen. Das Durchschnittsalter liegt bei 42 Jahren. In ganz Glauchau bei 47 Jahren. (sto)

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