Anbau beherbergt Ruheraum, Bastel- und Holzwerkstatt

In der Kita "Arche Noah" im Meeraner Gewerbegebiet können nun 60 Kinder betreut werden. Nicht jeder glaubt, dass das die letzte Erweiterung war.

Meerane.

Jetzt haben die knapp 50 Mädchen und Jungen der Kita "Arche Noah" in Meerane sogar einen Ruheraum sowie eine Holz- und Bastelwerkstatt. Möglich hat das der 540.000 Euro teure Anbau gemacht, der am Mittwochnachmittag eingeweiht wurde. Damit hat sich die Anzahl der Plätze in der vom Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) betriebenen Einrichtung von 40 auf 60 erhöht - 20 Krippen- und 40 Kindergartenplätze.

Rathauschef Lothar Ungerer (parteilos) erinnerte daran, dass die Kita 2012 in Betrieb ging, "um den Beschäftigten des Wirtschaftszentrums ein Angebot zu machen". Dabei stehe heute wie damals die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Vordergrund. Angesichts der Firmenansiedlungen im neuen Gewerbegebiet kann sich der Bürgermeister gut vorstellen, "dass es wieder eng wird". Zudem machte er deutlich, dass diese Kita das einzige Gebäude ist, das die Kommune nach der Wende neu gebaut hat.

Doch die Errichtung des Anbaus, also die Erweiterung der Nutzfläche um 150 auf 611 Quadratmeter, war nach Darstellung von Stoyan Dimitrov, Chef des CJD Sachsen, "kein Sonntagsspaziergang, kein geradliniger Weg". Damit meinte er das Gerangel um den Projektentwurf für den Anbau, der mehrfach geändert wurde. Letztlich aber hätten sich alle einigen können. Und das Ergebnis könne sich sehen lassen. Der Anbau schaffe nicht nur zusätzlichen Platz für die Kinder und das Erzieherteam, nach Ansicht von Dimitrov haben sich vor allem die Bedingungen weiter so positiv verändert, dass die Mädchen und Jungen zu lebensbejahenden und selbstbestimmten Menschen erzogen werden können. "Die ,Arche Noah' ist unser Schmuckstück, bleibt in ganz Sachsen unsere modernste Einrichtung", so der CJD-Chef.

Ähnlich sieht das Daniel Pohle, Vorsitzender der Elternvertretung, der sich mit seinen Mitstreitern Jenny Hoppe und Marcus Hessel ein Bild von den neuen Räumlichkeiten machte. "Auch außen ist das Haus ein Hingucker", sagte Pohle. Hoppe zeigte sich indes beeindruckt, wie sich der Anbau in den Gesamtkomplex einfügt. "Als hätte es den Anbau schon immer gegeben", erklärte sie. Und Hessel sieht nun noch mehr Möglichkeiten hinsichtlich der Förderung der Kinder.

Daran glaubt auch Kita-Leiterin Nicole Rausch: "Wir sehen die Kinder in ihrer Einzigartigkeit, mit all ihren Gefühlen, Bedürfnissen, Träumen, ihrer Lebendigkeit, Neugierde und vor allem anderen mit dem, was ihr Wesen ausmacht", so Rausch, die sich auf ein achtköpfiges Team verlassen kann. Dazu gehören auch die Erzieher Mario Becker und Marvin Muster, auf die die Kita-Chefin nicht mehr verzichten möchte. Sie schätzt an beiden ihre Fachlichkeit und ihre Freude am Beruf. Für Muster, der schon als Jugendlicher die Bambini-Gruppe beim Fußballtrainings unter seine Fittiche nahm, stand rasch fest, dass er als Erzieher künftig arbeiten will. "Dafür musste ich fünf Jahre auf die Schulbank", betonte der 25-Jährige. Er und Becker werden nun auch in der Holzwerkstatt des Anbaus mit den Kindern arbeiten. "Der Anbau ist super gelungen, wir fühlen uns wohl", so Muster, der mit seinen Kollegen die Betreuung der Kinder von Montag bis Samstag absichert.

Für die in den Jahren 2011 und 2012 errichtete Kita "Arche Noah" steuerten die Stadt Meerane 816.500 und der Kreis 119.500 Euro bei. Beim Anbau betrugen die Eigenmittel der Stadt 135.000 Euro. Weitere 405.000 Euro flossen über das sogenannte Förderprogramm "Brücken in die Zukunft".

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