Auf Stippvisite im Glauchauer "Felsenkeller"

Besucher entdecken am 2. September verborgene Orte - Museum zeigt Restaurierungsobjekte

Glauchau.

Am zweiten Sonntag im September besteht für Besucher wieder die Gelegenheit, sich auf ganz unterschiedliche Entdeckungsreisen in die Geschichte zu begeben. Historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, öffnen ihre Türen für Architektur- und Geschichtsliebhaber. In diesem Jahr steht der Tag des offenen Denkmals bundesweit unter dem Motto "Entdecken, was uns verbindet".

Das Glauchauer Museum und die Kunstsammlung nutzen diesen Anlass, um die Ergebnisse der wichtigsten Restaurierungsprojekte aus den Bereichen Malerei, Grafik und Möbel zu zeigen und zu erläutern. Die Bestandserhaltung stellt eine zentrale Aufgabe innerhalb der Bewahrungsfunktion des Museums dar. Geöffnet ist das Museum von 11 bis 17 Uhr.

Unter anderem können die Besucher das Porträt des Grafen Richard Clemens von Schönburg-Hinterglauchau, ein Gemälde in Öl/Leinwand, das um 1850 entstanden ist, vor und während der Restauration in Augenschein nehmen.

Für den "Bürgerverein - Wir im Wehrdigt" und das Stadtteilmanagement Unterstadt-Mulde ist das 25-jährige Bestehen des Tages des offenen Denkmals Ansporn, der Öffentlichkeit etwas Besonderes zu bieten, teilt die Vorsitzende Jana Weber mit. In enger Zusammenarbeit mit Familie Peukert, die ihr Privatgrundstück zur Verfügung zu stellt, ist es möglich, an diesem Tag die "Felsenkeller" in der Mühlgrabenstraße 18 zu öffnen. Diese Felsenkeller wurden bis in die 1990er-Jahre von der Firma Fredo Müller als Produktions- und Lagerräume für die Herstellung und Lagerung unter anderem von solch legendären Getränken wie Vita Cola oder roter Limonade genutzt. Im Felsenkeller befindet sich ein Brunnen, an dessen Bau beziehungsweise Erhaltung die ehemalige Firma Gebauer aus der Färberstraße beteiligt war.

Besichtigen kann man den Felsenkeller inklusive Brunnen von 14 bis 18 Uhr, sagt Jana Weber. Die Organisatoren werden während dieser Öffnungszeit für das leibliche Wohl und die eine und andere kleine Überraschungen sorgen, heißt es weiter vom Verein. Als besondere Attraktion ist es gelungen, auch die unterirdischen Gänge hinter den Wohnhäusern der Mühlgrabenstraße für die Gäste zu öffnen. Die aus dem "Rotliegenden" gegrabenen Gänge hatten in der Geschichte Glauchaus verschiedene Funktionen, die bei der Besichtigung erläutert werden.

In der Gegenwart werden die Gänge nicht mehr genutzt, sie sind aber gut gesichert, und die Besucher können sich an kleinen Tropfsteinen erfreuen. Der Eingang befindet sich gegenüber dem ehemaligen Stadtbad in der Mühlgrabenstraße und kann ebenfalls von 14 bis 18 Uhr besichtigt werden. (dog)

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