Aufforstaktion: Lichtensteiner Unternehmen pflanzt Bäume

Mitarbeiter eines Planungsbüros pflanzten auf einem Areal zwischen Niederlungwitz und Lobsdorf 1000 Laubbäume. Damit will das Unternehmen einen Beitrag in Sachen Klimaschutz leisten.

Niederlungwitz.

Ein ungewöhnlicher Arbeitstag: Anstatt sich wie sonst üblich um Pläne, Berechnungen und Bauabnahmen zu kümmern, haben 40 Mitarbeiter der Lichtensteiner Rewa Planungsgesellschaft am Mittwoch zu Arbeitshandschuhen und Forstspezialspaten gegriffen. Auf einer etwa 2000 Quadratmeter großen Wiese zwischen Lobsdorf und Niederlungwitz pflanzten die Ingenieure, Architekten und Bauzeichner rund 1000 Laubbäume. In etwa fünf Jahren soll auf der ehemals stillgelegten landwirtschaftlich Fläche ein kleiner Wald herangewachsen sein.

Seit vielen Jahren lag das Areal brach. Eigentümer Günter Kraska hegte schon seit vielen Jahren den Wunsch, die ungenutzte Wiese aufzuforsten. "Das scheiterte aber bisher am Geld und an der fehlenden Unterstützung. Jetzt geht endlich etwas voran", sagt der 64-jährige Rentner.

Gepflanzt wurden bei bestem Herbstwetter auf dem Areal, das von drei Seiten von Wald umschlossen ist, Bäume der Sorten Stieleiche, Winterlinde und Ahorn. Fachliche Unterstützung bekamen die Mitarbeiter von Geschäftsführer Henrick Lindner und Projektleiter Olaf Kroggel von der sächsischen Stiftung "Wald für Sachsen". "Unsere Stiftung sorgt für die Mehrung und den Schutz naturnaher Wälder. Die so entstehenden vielfältigen, lebenswerten Landschaften in Sachsen sind ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz durch CO2-Minderung", sagt Lindner.

Ins Rollen hatte die Aktion vor drei Monaten der Geschäftsführer des Planungsbüros Jörg Rabe gebracht. Nachdem der gebürtige Lichtensteiner ein Buch der norwegischen Umweltaktivistin Signe gelesenen hatte, habe ihn das Thema nicht mehr losgelassen. "Der Klimawandel betrifft uns alle. Auch die nachfolgenden Generationen", so der diplomierte Ingenieur für Bauwesen. Mit seiner Idee eine Aufforstaktion zu initiieren, stieß Rabe bei seinen Mitarbeitern auf offene Ohren. "Wir alle hatten den Wunsch, selbst aktiv in Sachen Umweltschutz zu werden", erklärt der Geschäftsführer des mittelständischen Unternehmens. Die Aktion unterstützten auch tatkräftig die Kolleginnen Silke Siegel und Doreen Altmann. Die beiden Bauzeichnerinnen hatten sichtlich Spaß beim Pflanzen der ein Jahr alten Eichen-Setzlinge. "Das eine super Aktion", sind sich die beiden Westsächsinnen einig.

Das Planungsbüro hat das Projekt mit 10.000 Euro unterstützt.

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