Aus das Licht

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Sch(m)erzhaft: Was die Region die Woche bewegte

Seit dieser Woche wird es dunkel. Der Glauchauer Bismarckturm darf nachts nicht mehr angestrahlt werden, auch nicht die Figuren auf dem Waldenburger Töpferplatz in der Altstadt, auch nicht der Baum, der zu Ehren des ausgeschiedenen Bürgermeisters in Meerane gepflanzt werden soll und für den es noch keinen genauen Standort gibt. Leuchtreklame hat ausgeschaltet zu sein. Bei den ohnehin schon hochgeklappten Bürgersteigen in unseren westsächsischen Kommunen bleibt es auch noch finster. Der Berliner Wirtschaftsminister hat bekanntlich sein grünes Licht zum Ausschalten desselben gegeben. Wir tappen im Dunkeln. Und es wirft auf diese Weise überhaupt kein Licht auf den Politiker aus der Hauptstadt, nicht mal ein schlechtes.

Doch manchmal muss man aus dem Schatten heraustreten, wie es die Glauchauer Stadträte von FDP und Freien Wählern gemacht haben. Sie warfen alten Zwist über Bord und bilden nun eine gemeinsame Fraktion, wie wir diese Woche erfahren durften. Sie wollen hinsichtlich der Personalstärke der Fraktionen nicht mehr das Schlusslicht bilden und Glauchau als ein leuchtendes Vorbild mit großen Potenzialen nach vorn bringen. Wo immer auch vorn ist. Glaubt man den ehemaligen Puhdys, ist vorn immer da, wo das Licht ist. Doch was ist, wenn der Stadtrat, was wegen des Sitzungsgeldes manchmal vorkommt, noch nach 22 Uhr tagen muss und es draußen wegen des ministeriellen grünen Lichtes zappenduster ist? Wo ist dann vorn? Wer bringt Erleuchtung?

Das ist in Meerane nicht anders. Obwohl, als der neue Bürgermeister Jörg Schmeißer im kleinen Saal der Stadthalle diese Woche feierlich vereidigt wurde und er vom Sparzwang im energetischen Bereich sprach, waren alle vier großen Deckenleuchter angeschaltet und die großen roten Vorhänge zugezogen, damit ja kein Sonnenlicht ins Geviert dringt. Allerdings, das muss man ehrlicherweise dazu sagen, fand die Sitzung am 30. August statt, also zwei Tage vor dem Berliner Edikt, mit Lichtabschaltungen Strom zu sparen.

Doch bei Lichte betrachtet hat das düstere Dunkeldekret auch etwas Gutes in sich. Es kann niemand mehr den anderen hinter das Licht führen.

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