Bereitschaftspraxis am Klinikum gestartet

Im Glauchauer Krankenhaus ist die neue Einrichtung vorgestellt worden. Dort spielt sich der neue Bereitschaftsdienst der gesamten Region ab.

Glauchau.

Am 4. Otober und am 1.November ist es sehr eng geworden. "Unsere Kollegen im Dienst hatten alle Hände voll zu tun", sagte am Mittwoch Katrin Lempe, Ärztliche Leiterin der neuen Bereitschaftspraxis im Glauchauer Krankenhaus. Die beiden Tage, von denen die Medizinerin sprach, waren Brückentage. Da viele Arztpraxen geschlossen waren, hatte der ärztlichen Bereitschaftsdienst Hochkonjunktur. Und der wiederum ist seit dem 1. Oktober in den Regionen Hohenstein-Ernstthal und Glauchau neu strukturiert.

Der Bereitschaftsdienst erfolgt nicht mehr in den Praxen der jeweils diensthabenden Mediziner, sondern in der von der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KV) betriebenen Bereitschaftspraxis, die im Krankenhaus Glauchau eingerichtet ist. Sie befindet sich Haus 2 der Klinik, gleich neben der Notfallaufnahme.

Die Praxis besteht im Grunde aus zwei Räumen, der Anmeldung und dem Behandlungszimmer. Beide sind eher spartanisch eingerichtet. Am Anmeldeschreibtisch wird es nach den Worten von Klinikgeschäftsführer Christian Wagner noch einige Veränderungen geben. Im Behandlungszimmer stehen ein Schreibtisch, eine Behandlungsliege und ein Medizinschrank. "Als Bereitschaftspraxis werden die Räume nur während der Öffnungszeiten gebraucht", sagt Wagner.

"Die ersten Wochen seit der Inbetriebnahme sind recht gut gelaufen", schätzte Katrin Lampe ein. Insgesamt werden um die 130 Allgemeinmediziner aus dem ehemaligen Landkreis Chemnitzer Land ihren Bereitschaftsdienst in der Praxis absolvieren. Die ersten etwa 40 haben dies bereits gemacht. Ein Großteil wird in den nächsten Wochen und Monaten noch folgen. Ziel ist, das haben am Mittwoch die KV und die Klinik bei einer Präsentation der Räume bekräftigt, dass in einem Jahr alles problemlos und routiniert läuft.

Generell ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der bundeseinheitlichen Rufnummer 116117 erreichbar. Er ist laut KV zuständig bei "nicht lebensbedrohlichen Beschwerden, wegen denen man normalerweise eine Arztpraxis aufsuchen würde", deren Behandlung aber nicht bis zum nächsten Werktag warten kann. Wenn es medizinisch erforderlich ist, werde dann ein Hausbesuch vereinbart. Dafür hat die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen für den ehemaligen Landkreis Chemnitzer Land das Unternehmen Helfende Franken als Fahrdienst verpflichtet. Ansonsten gelte für Patienten die Empfehlung, die Bereitschaftspraxis in Glauchau aufzusuchen.

Die Bereitschaftspraxis im Glauchauer Krankenhaus im Haus 2 neben der Notaufnahme hat mittwochs und freitags jeweils von 14 bis 19 Uhr, am Wochenende sowie an Feier- und Brückentagen jeweils von 9 bis 19 Uhr geöffnet.

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